STRESS!

Nur nicht die Nerven verlieren

Schularbeit korrigieren, Elternsprechtag vorbereiten, Schulfest planen, und alles natürlich bis morgen – als Lehrerin oder Lehrer kennt man es nur zu gut, dieses Gefühl, nie richtig Feierabend zu haben. Folgende Express-Tipps haben sich im Schulalltag bei Entspannung und Stressreduktion bewährt.
Entspannung und Stressreduktion sind gefragt

1. Finger-Yoga

Die folgende Variante bremst Stress sofort aus und sorgt im Handumdrehen für neuen Schwung. Ertasten Sie die weiche Stelle zwischen Daumen und Zeigefinger auf dem Handrücken Ihrer linken Hand! Üben Sie mit der rechten Hand für etwa 10 Sekunden Druck auf diese Stelle aus. Lassen Sie locker und wiederholen Sie das ganze mindestens dreimal! Danach ist die andere Hand an der Reihe.

Alternativ können Sie auch die Fingerspitzen von Daumen, Mittel- und Ringfinger aneinander legen. Den Zeigefinger und den kleinen Finger spreizen Sie ab. Halten Sie die Position mindestens eine Minute! Das fühlt sich nicht nur sehr bequem an und entspannt – es fördert auch Ihr Selbstbewusstsein.

2. Entspannung durch Anspannung
In Stresssituationen spannen wir meist unbewusst verschiedene Muskeln an. Diese kontrolliert zu entspannen, kann das Stressempfinden deutlich senken.

  • Am besten starten Sie mit Ihrem Kiefer: Bewegen und lockern Sie ihn so, als würden Sie kauen!
  • Gähnen Sie einmal absichtlich – der Gähnreflex setzt dann von selbst ein. Der gesamte Kopfbereich wird gelockert und Sie atmen besonders tief.
  • Entladen Sie Ihren Stress in Bewegung: Schütteln Sie Ihre Arme und Hände einmal kräftig aus!
  • Ballen Sie die Fäuste, als wären Sie richtig zornig! Nachdem Sie Ihre Fäuste einige Sekunden lang fest zusammengepresst haben, lassen Sie sie vollständig los! Spreizen Sie die Finger, schütteln Sie sie und stellen Sie sich vor, dass Sie dabei Wut und Stress abschütteln! Danach können Sie nach Belieben auch andere Muskelgruppen abwechselnd fest anspannen und locker lassen, zum Beispiel Arme, Oberschenkel und Po.

3. Klein, aber oho
Süße Leckereien können den Stresspegel wirkungsvoll bekämpfen. Gönnen Sie sich also in Ihrer Pause im Lehrerzimmer ruhig ein Stück Schokolade – ganz ohne Schuldgefühle! Ideal ist ein Kakao-Anteil von etwa 70 Prozent, dann verabreichen Sie sich nämlich gleichzeitig eine ordentliche Portion des Glückshormons Serotonin.

4.  Wie beim ersten Mal
Wenn Sie das nächste Mal Ihre Klasse betreten, stellen Sie gedanklich einmal alles auf Anfang! Stellen Sie sich vor, Sie würden diese Klasse zum ersten Mal sehen und schauen Sie sich aufmerksam und in Ruhe um! Was gefällt Ihnen gut, was stört Sie? Würden Sie als „Neuling“ gerne etwas ändern? Schauen Sie so auch Ihre Schülerinnen und Schüler einmal mit völlig neuen Augen an! Wird es im Unterricht laut oder stressig, verfallen wir selbst meist in Hektik. Nehmen Sie sich absichtlich zwei Minuten Zeit, um Ihre Schülerinnen und Schüler zu beobachten und bewusst wahrzunehmen! Erst dann handeln Sie. Nach zwei Minuten können Sie immer noch laut werden – häufig hilft aber schon der kurze zeitliche Abstand ungemein.

5. Schluss, aus, Feierabend!
Damit der Schulschluss wirklich eine gefühlte Zäsur wird, können Sie den Freizeitauftakt bewusst zelebrieren – zum Beispiel mit Ihrem eigenen „Ciao, Schule!“-Ritual. Hören Sie auf dem Nachhauseweg Musik, ziehen Sie sich daheim um oder gehen Sie zuerst eine Runde spazieren! Solche kleinen Rituale schaffen Abgrenzung und machen den Kopf wieder frei.

  • eingestellt am 07.06.2016