Abi – und dann?

Work & Travel: Das musst du wissen

Nach dem Abi erst mal auf große Reise gehen – das ist der Traum vieler (Bald-)Abiturienten. Mit Work & Travel kannst du ihn dir auch ohne Lottogewinn erfüllen. Die wichtigsten Infos zum "Reisen für Fleißige" haben wir dir hier kompakt zusammengeschrieben.
 Ein gepacker Rucksack steht im Sand am Meer.
Verwirklicke deinen Traum vom Work & Travel!

Work & Travel: Die Reisechance für alle ohne Goldesel

Reisen – und speziell Fernreisen – sind ein teurer Spaß. Wenn du keinen Goldesel im Keller und auch keinen Lottogewinn in Aussicht hast, kann es dir da angesichts der Zahlen schon mal leicht schwindelig werden. Bevor du deinen Traum aber begräbst, hätten wir da noch einen heißen Tipp: Work & Travel kann die perfekte Lösung sein.

Was genau ist Work & Travel?

Genau das, was der Name suggeriert: Eine Kombination aus Reisen und Arbeit. Während du ein Land bereist, besserst du deine Reisekasse vor Ort durch deine Arbeitskraft auf.

Die meisten Work & Traveller nehmen wechselnde Gelegenheitsjobs an und ziehen sozusagen jobbenderweise durchs Land. Typisch sind zum Beispiel ...

  • Einsätze als Erntehelfer,
  • Arbeit in der Gastronomie,
  • Jobs in der Tourismusbranche,
  • leichte Bürotätigkeiten oder auch
  • das Jobben als (Surf-)Lehrer.

Bis zu einem Jahr und in Australien sogar bis zu zwei Jahren kannst du so vor Ort verbingen. Durch die vergleichsweise lange Reisedauer und die wechselnden Aushilfsjobs lernst du Land und Leute und ihre Kultur besonders gut kennen. Gleichzeitig erfährst du viel über dich selbst, kannst deine Sprachkenntnisse vertiefen und erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln.

Wo kann ich denn überall urlauben und arbeiten?

Innerhalb der EU kannst du ganz ohne Visum reisen und jobben – sofern du denn entsprechende Arbeitsstellen findest. Ansonsten gilt: Work & Travel ist überall dort möglich, wo es ein entsprechendes Visum gibt. Mehrere Länder bieten das Working Holiday Visum an, das speziell für diese Art des Reisens gedacht ist. Dazu zählen aktuell:

  • Australien,
  • Neuseeland,
  • Kanada,
  • Chile,
  • Japan,
  • Südkorea,
  • Hongkong,
  • Singapur,
  • Taiwan und
  • Israel.

Länder, die in dieser Aufzählung nicht auftauchen, sind aber nicht automatisch tabu. Die USA beispielsweise haben einfach ein anderes Visum, das J1-Visum. Auch in Argentinien kannst du zum Beispiel reisen und arbeiten, obwohl es das spezielle Working Holiday Visum dort ebenfalls nicht gibt.

Manche Länder wiederum erlauben Reisenden keine Arbeit gegen Geld, sehr wohl aber gegen Verpflegung und Unterkunft. Am besten informierst du dich also ganz gezielt über die genauen Visabedingungen in deinem Wunschreiseziel. Das beliebteste Land für Work & Travel ist übrigens Australien; auf den Plätzen zwei bis vier folgen Neuseeland, die USA und Kanada.

Was muss ich sonst noch wissen?

Ein Work & Travel Visum wird in der Regel nur einmal vergeben. Du kannst es aber in mehreren Ländern beantragen und zum Beispiel erst eine Zeit in Australien und dann ein paar Monate in Neuseeland verbringen.

Es gibt außerdem zahlreiche Organisationen, die sich auf Work & Travel Angebote spezialisiert haben. Von einzelnen Leistungen bis zur kompletten Abwicklung kannst du ihre Dienste buchen. Wenn dein Budget es zulässt, lohnt sich zumindest die Überlegung – denn den Bürokratieberg an Profis abzugeben, kann dir das Leben deutlich leichter machen. Das Abi ist schließlich schon stressig genug!