Richtig lernen - besser lernen

Fünf Fakten rund ums Lernen, die du kennen musst

Wer clever und effizient lernen will, der muss diese Geheimtipps, Tricks und Kniffe kennen: Hier haben wir zusammengetragen, was du zumThema "Lernen und Merkfähigkeit" unbedingt wissen solltest. Und es sind garantiert noch Überraschungen dabei!
 Ein Mädchen wirbelt mit acht Armen und Küchengeräten in der Luft herum.
Lernen ist ein bisschen wie kochen - probiere mal aus, ob es dir hilft, besser zu lernen.

Lernen ist ein bisschen wie kochen1

Mit dem effektiven Lernen ist wie mit einem Candle-Light-Dinner, das du für deinen großen Schwarm zaubern willst: "Irgendwie" ist einfach nicht gut genug. Nur mit den richtigen Handgriffen, Tricks und Kniffen kommst du schnell ans Ziel – und das Ergebnis wird perfekt.

Wenn du Lernstoff also schnell und dauerhaft im Gedächtnis ablegen willst, ziehst du am besten alle Register und greifst ganz tief in die Trickkiste. Die folgenden Tipps können den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Wusstest du zum Beispiel, dass ...

  1. ... es wenig clever ist, Englisch- und Spanischvokabeln direkt hintereinander zu lernen?
    So ganz im Sinne des vorbildlichen Zeitmanagements läge es doch eigentlich nah, die beiden Vokabeleinheiten zu verbinden und in einem Rutsch zu erledigen. Das Naheliegende ist in dem Fall aber leider nicht das Richtige: Ähnliche Informationen kollidieren nämlich beim Ablegen im Gedächtnis miteinander, wenn du sie dicht nacheinander lernst. Das Merken fällt dir dann viel schwerer – und beim Abrufen machst du leichter Fehler.
    Lerne die Vokabeln also lieber zeitlich getrennt an unterschiedlichen Tagen. Oder sorg zumindest dafür, dass du sie dir in verschiedenen Farben und auf unterschiedlichen Seiten notierst. So kommen sie dir nicht mehr ganz so ähnlich vor – und sie landen leichter im Gedächtnis.
  2. ... zu viel Geradlinigkeit beim Lernen kontraproduktiv ist?
    Du kannst dir Dinge viel leichter merken, wenn du sie nicht nur schnell aus einer einzigen, sondern aus verschiedenen Perspektiven betrachtest. Wenn du dir die Lerninhalte aus unterschiedlichen Blickwinkeln anschaust und diese bewusst miteinander verknüpfst, speichert deine Gehirn die Informationen nämlich mehrfach ab. Und durch die Querverbindungen und -verweise kannst du die Infos schneller wieder abrufen.
  3. ... du für eine gute Gedächtnisleistung ganz viel Fantasie brauchst?
    Das Lernen funktioniert viel leichter, wenn du im Kopf klare Vorstellungen und Bilder erzeugen kannst. Gedächtnisprofis verknüpfen abstrakte Informationen deshalb gerne mit Bildern und Geschichten.
    Ein sinnvolles Gedächtnistraining beschränkt sich nicht nur auf Aufgaben rund um die Merkfähigkeit. Auch Übungen, mit denen du deine Assoziationsfähigkeit und Kreativität trainierst, sind wichtig. Sie regen deine Vorstellungskraft an und fördern deine Fantasie – und so kannst du dir letztlich selbst fiese Mathe-Formeln deutlich leichter merken. Auch Fantasiereisen sind also gar keine so verrückte Idee, wenn es um leichteres Lernen und Merken geht.
  4. ... der Fernseher dein Gedächtnis blockiert?
    Was erst mal nach Verschwörungstheorien der Alu-Hut-Fraktion klingt, ist leider absolut wahr: Fernsehen ist schlecht für deine Gedächtnisleistung. Die vielen schnellen, fertigen Bilder hemmen deine Vorstellungskraft – und das macht sich leider auch beim Lernen und Problemlösen bemerkbar.
    Dein Gehirn braucht außerdem mindestens einige Stunden, damit es Informationen erfolgreich im Langzeitgedächtnis ablegen kann. Wenn du nach der Schule sofort den Fernseher anmachst oder dich an den Computer setzt, blockierst bzw. unterbrichst du den Speicherprozess – und torpedierst so deine eigene Gedächtnisleistung.
  5. ... schlafen wirklich beim Lernen hilft?
    Während du schläfst, geht dein Gehirn noch einmal die Informationen und Lerninhalte des Tages durch. Auch vermeintlich verloren Gegangenes kann ergänzt bzw. wiederhergestellt werden. Auf diese Weise organisiert dein Gehirn Nacht für Nacht die gelernten Informationen – und legt sie im Laufe der Zeit ggf. im Langzeitgedächtnis ab.
    Schlaf ist also nicht bloß ein Luxus: Er gehört untrennbar zum Lernen dazu. Nur wenn du ausreichend schläfst, kann dein Gedächtnis richtig arbeiten. Also mach guten Gewissens das Licht aus und gönn dir eine ordentliche Mütze Schlaf!

Literatur

1 Gesamter Artikel in Anlehnung an: "99 Tipps: Konzentration und Lernfähigkeit" von Ursula Oppolzer, Cornelsen, ISBN 978-3-589-23283-3, S. 48 ff

  • eingestellt am 24.07.2017
Autor

scook