Zeitmanagement und Selbstmanagement

Sechs Tipps, wie du dich selbst besser organisierst

Hausaufgaben, Termine, Hobbys und dann will Mutti auch noch Hilfe im Haushalt: Klingt nach den perfekten Bedingungen, um im Chaos unterzugehen. Dabei ist es ganz leicht, sich clever zu organisieren und die eigene Zeit effektiv zu nutzen. Mit diesen Tipps zum Selbstmanagement klappt es ganz bestimmt!
 Auf einer Illustration stehen ein Junge und ein Mädchen an zwei verschiedenen Enden eines chaotischen Labyrinthes.
Mit ein paar kleinen Kniffen kriegst du dich selbst gut organisiert.

Alles eine Frage der (Selbst-) Organisation!

Ellenlange To-do-Listen und rappelvolle Kalender stürzen dich regelmäßig ins mittelschwere Chaos? Dann schaffen diese Tipps Abhilfe. Probier es doch direkt mal aus!

1. Nimm deine Zeit bewusster wahr.

Auch wenn es sich "im Stressfall" meist ganz anders anfühlt: Zeit hat erst mal jeder. Genau genommen sogar 24 Stunden, und das wirklich jeden Tag. Ob wir genug Zeit haben, hängt vor allem von unserer subjektiven Wahrnehmung ab. Versuch mal, deine Zeit ganz bewusst wahrzunehmen: Wie lange stehst du morgens im Bad? Wie lang ist dein Schulweg? Wie lange schaust du dir Katzenvideos auf YouTube an, bevor du wirklich mit deinen Hausaufgaben anfängst? Wenn du bewusst hinschaust, siehst du auch, wo du deine Zeit sinnlos verplemperst – und welche Minuten oder Stunden du besser und sinnvoller nutzen kannst.

2. Schaff Ordnung – auch in deinem Kopf.

Es klingt wie eine Erfindung aller Mütter, die wollen, dass ihre Kinder aufräumen – es ist aber die Wahrheit: Je aufgeräumter deine Lebens- und Lernumgebung ist, desto eher färbt das auf dich ab. Gegen Chaos im Kopf hilft deshalb das Aufräumen. Je ordentlicher dein Schreibtisch und dein Zimmer sind, desto geordneter sind auch deine Gedanken. An einen schönen, aufgeräumten Schreibtisch setzt du dich außerdem viel lieber – und kannst dich leichter konzentrieren, weil du nicht von 40 Sachen abgelenkt wirst. So sind auch Hausaufgaben und Lerneinheiten viel schneller geschafft.

3. Verbinde Unschönes mit Schönem.

Endlich mal wieder die Notizen aus dem Unterricht ordnen und so richtig schön sorgfältig abheften? Na gut, das wird bei dir vielleicht nie für Begeisterung sorgen. Aber du kannst es dir selbst immerhin erträglicher machen – indem du das Unangenehme mit dem Angenehmen verbindest. Deine Mitschriften aus der Schule kannst du schließlich auch entspannt abends beim Fernsehen ordnen, lochen und abheften. So sind auch ungeliebte Pflichten plötzlich nur noch halb so schlimm.

4. Schreib es dir lieber auf.

Selbst wenn das Gedächtnistraining dein liebstes Hobby sein sollte: Die Wahrscheinlichkeit, dass du dir immer alle wichtigen Termine, Fristen und Aufgaben merken kannst, ist ziemlich gering. Schreib dir alles "Merkwürdige" also lieber ganz oldschool auf oder speicher es dir zumindest als Erinnerung im Smartphone ab. Schöner Nebeneffekt: Was man sich aufschreibt, behält man leichter – oft hast du darum doch auch von dir aus den Überblick. Im Idealfall machst du dir selbst eine Aufgaben- und Terminliste, die du in eine sinnvolle Reihenfolge bringst und jederzeit ergänzen kannst. Was erledigt ist, kannst du dann auch direkt abhaken – und das ist ein ziemlich gutes Gefühl.

5. Denk erst und handle dann.

Bevor du einfach sofort (hektisch) loslegst, machst du dir besser erst mal einen Plan. Was genau ist zu tun? Was hat "Prio A"? Wichtig ist außerdem die Frage: Kannst du etwas verbinden oder zusammenlegen und so Zeit und/oder Arbeit sparen? Wenn du zum Beispiel für zwei verschiedene Fächer etwas im Internet recherchieren sollst, kannst du das direkt in einem Abwasch erledigen. Auch Wege, auf denen du zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kannst, sparen dir Zeit. Wenn du dir zum Beispiel ein Getränk aus dem Keller holen willst, kannst du bei der Gelegenheit auch direkt die Wäsche mit hochbringen, auf die deine Mutter schon wartet.

6. Spar dir die Alibitätigkeiten.

Die typischen Aufschiebetätigkeiten sind echte Zeitfresser. Vielleicht müsstest du deine CD-Sammlung wirklich mal wieder sortieren – nach der Mathearbeit, für die du eigentlich lernen müsstest, wirst du dich dafür aber garantiert verfluchen. Statt also Zeit mit sinnlosen Alibitätigkeiten zu verlieren und dich hinterher zu fragen, wo bloß die ganze Lernzeit geblieben ist, fängst du besser direkt an. Übrigens: Solltest du immer wieder mit dem Aufschieben, Verdrängen und Hinauszögern kämpfen, liest du am besten als nächstes unsere besten Tipps gegen "Aufschieberitis".

Literatur

In Anlehnung an "Praxisratgeber Schule – 99 Tipps: Effektives Selbstmanagement" von Holger Mittelstädt und Rainer Mittelstädt, ISBN 978-3-589-22937-6, Cornelsen Scriptor.

  • eingestellt am 09.09.2015
Autor

scook