Fahrradprüfung

Grundschüler, rauf aufs Bike!

Viele Grundschulkinder scheitern bei der Fahrradprüfung, Eltern trauen dem Nachwuchs oft wenig zu. NRW will seine Lehrer schulen, wie man das Radfahren stärker fördert.
 Ein Schüler fährt mit seinem Fahrrad auf einem Verkehrsübungsgelände.
Viele Schüler haben motorische Schwierigkeiten beim Radfahren.

Ein Fahrradausflug mit Picknick, das war vor 20 Jahren für Dunja Schoerrig immer der krönende Abschluss der Fahrradausbildung. Mit ihren Viertklässlern und Eltern brach die Lehrerin zu einer langen Fahrt ins Grüne auf. Doch vor sechs, sieben Jahren hat Schoerrig mit der Tradition gebrochen: Es wurde ihr zu gefährlich. "Die Kinder sind heute wahnsinnig wenig anstrengungsfähig", stellt Schoerrig fest. Fünf Kilometer am Stück radeln und sich dabei auf das Verkehrsgeschehen zu konzentrieren, das überfordere viele. Was als vergnügte Ausfahrt begann, entwickelte sich für Schoerrig immer mehr zur Zitterpartie.

Mit dieser Beobachtung ist die Grundschullehrerin aus Bayern nicht alleine. Obwohl die heutige Schülergeneration mit dem Laufrad groß geworden ist, stellen viele ihrer Kollegen und Verkehrserzieher fest: Immer mehr Kinder haben motorische Schwierigkeiten beim Radfahren. Im Lehrplan für die Grundschulen ist die Fahrradprüfung für die vierte Klasse vorgesehen. Doch die vorgesehene Vorbereitungszeit im Stundenplan reicht häufig nicht mehr aus. Den Kindern fehlt die Praxis.

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  • eingestellt am 26.05.2015
Autor

Andrea Reidl, ZEIT online