Impulse – Ideen – Motivation

Neue Motivation schöpfen: Elf einfache Ideen

Warum mache ich das alles eigentlich? Warum reibe ich mich so auf? Und warum stehe ich morgens überhaupt auf? – Wenn die zähen, frustrierenden Seiten des Schulalltags Ihnen den Antrieb rauben, ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie: elf motivierende Impulse für Sinnsucher und Frustrierte.
 Ein lachendes Smiley und viele negative Smileys an einer Tafel.
Ideen: Neue Motivation für den Schulalltag.

Nur nicht vom Schulalltag zermürben lassen: So schöpfen Sie neue Motivation

Schüler, die statt mitzumachen lieber gähnen, quatschen und nörgeln. Eltern, die sich schnell beschweren, aber Sie nur selten loben. Und immer wieder lange Tage, an denen Ihnen fast der Kopf auf den Schreibtisch voll mit Arbeitsblättern und Korrekturstapeln fällt. Der Lehreralltag kann selbst die energiegeladensten Kollegen ganz schön mürbe machen.

Was also tun, wenn Sie den Schwung, mit dem Sie einmal gestartet sind, wehmütig zurücksehnen und die nagende innere Stimme Sie immer wieder fragt, wofür Sie sich das alles eigentlich antun? Diese elf einfach Motivationsimpulse können helfen – beim Sinnsuchen, Perspektiven-Wechseln und Neuen-Schwung-Holen.

  1. Machen Sie sich klar, warum Sie sich einmal für den Lehrerberuf entschieden haben. Was hat Sie damals angetrieben, was hat Sie am Lehrersein gereizt und was wollten Sie erleben oder erreichen? Erinnern Sie sich bewusst an Ihr persönliches Warum – ganz ohne zu bilanzieren, zu kritisieren oder zu mäkeln.
  2. Stecken Sie sich kleine Etappenziele für überschaubare Hürden, statt immer gleich den ganzen Berg bezwingen zu wollen. Das können die simpelsten Dinge sein, wie zum Beispiel "Ich will es einfach gesund bis zum Wochenende zu schaffen." oder "Ich möchte Schüler XY heute einmal verstärkt im Unterricht einbeziehen."
  3. Belohnen Sie sich selbst an schwierigen Tagen und planen Sie auch immer mal wieder kleine Belohnungen im Voraus ein. Wenn Sie wissen, dass ein besonders langer und/oder anstrengender Tag vor Ihnen liegt, werden Sie es sich danken, wenn Sie mittags genüsslich das kleine Stück Kuchen aus der Tasche holen können.
  4. Überlegen Sie, warum Sie eigentlich so viel Zeit in Ihre (Unterrichts-)Vorbereitungen investieren. Statt nur darüber nachzudenken, was Sie noch alles erledigen müssen, richten Sie den Blick einmal bewusst darauf, was Sie damit bewirken. "Ich muss noch die Chemiestunde für morgen vorbereiten!" klingt wenig motivierend. "Ich investiere ein bisschen Extra-Zeit in den Versuchsaufbau, damit die Schüler ein wirklich spannendes Experiment erleben können!" hört sich doch gleich ganz anders an.
  5. Ziehen Sie nach jeder Stunde oder zumindest nach jedem Schultag eine kurze Positivbilanz: Was hat gut geklappt, war besonders schön oder hat Ihnen Freude gemacht? Wenn Sie mögen, notieren Sie sich täglich die schönsten Punkte. So sammeln Sie schwarz auf weiß Erinnerungen an die schönen Seiten Ihres Berufs – und können sie an schlechten Tagen zur Aufmunterung  nachlesen.
  6. Versuchen Sie, die Werdegänge Ihrer Schüler weiterzuverfolgen. Ob in anderen bzw. höheren Klassen oder später, wenn Ihre Schüler selbst im Berufsleben stehen: Verfolgen Sie – wenn möglich –, was aus Ihren Schützlingen wird. Und machen Sie sich bewusst: Sie haben mit Ihrer Arbeit einige wichtige Grundsteine gelegt.
  7. Erinnern Sie sich selbst gezielt an Ihre Begeisterung für Ihre Fächer oder bestimmte Themen. Warum haben Sie sich damals für diese Fächer entschieden, warum haben sie Sie besonders interessiert und begeistert? Wenn Sie sich vor Augen führen, was Sie an Ihrer Materie so spannend finden, machen Sie sich mit viel mehr Schwung an die nächsten Stundenentwürfe.
  8. Brechen Sie einmal aus dem normalen Unterrichtstrott aus und peppen Sie Ihren Unterricht auf. Sie können völlig neue Zusatzmaterialien benutzen, ganz neue Methoden anwenden oder die Übungen für die nächste Stunde einmal besonders lustig oder schräg formulieren. Hauptsache, Sie sorgen für Abwechslung und heben den Spaßfaktor.
  9. Überlegen Sie gezielt: Wenn Sie Ihren Job heute hinschmeißen würden – was würde Ihnen fehlen? Welche schönen bzw. wertvollen Dinge müssten Sie hinter sich lassen und was würden Sie schmerzlich vermissen? Ihre Liste liefert Ihnen gute und handfeste Antworten auf die Frage, was Sie eigentlich im Lehrerberuf hält.
  10. Hinterfragen Sie einmal bewusst Ihre Tagträume und "Fluchtfantasien". Was würden Sie tun, wenn Sie kein Lehrer (mehr) wären? Welchen Beruf würden Sie stattdessen ausüben oder wie würden Sie Ihren Alltag gestalten? Dann machen Sie einen ehrlichen Realitätscheck: Was würde Ihnen daran wohl auf Dauer auf die Nerven gehen, Sie frustrieren oder auslaugen? Sie werden beruhigt feststellen: Kein Beruf und kein Lebensentwurf ist auf Lange Sicht nur rosig.     
  11. Stellen Sie sich vor, Sie würden interviewt. Die einzige Frage: Was ist das Schön(st)e an Ihrem Beruf? Nennen Sie so viel Schönes, wie Ihnen nur einfällt – und wirklich nur Schönes.
  • eingestellt am 28.09.2016
Autor

scook