Grundwissen Inklusion

Inklusiver Unterricht: die Rechtsgrundlagen

Zum Thema Inklusion ist jede Menge Halbwissen im Umlauf – mal mehr und mal weniger fundiert. Die wichtigsten rechtlichen Hintergründe haben wir darum einmal für Sie aufbereitet: komprimiert, fundiert und vielleicht durchaus auch noch überraschend.
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Bild: Fotolia/ momius

Was ist Inklusion – und wer hat sie beschlossen?

Grundsätzlich steht Inklusion für Zugehörigkeit und Teilhabe. Im schulischen Kontext bedeutet das: Kinder mit und ohne Behinderungen sollen zusammen in einem gemeinsamen Unterricht beschult werden. Bevor die Inklusion auch an deutschen Schulen verpflichtend wurde, wurde unser Schulrecht durch die einzelnen Bundesländer, verschiedene Bundesgesetze – wie zum Beispiel das Urheberrecht – sowie durch das Grundgesetz geregelt. Mit der Inklusion wurde dann aber internationales Recht zu geltendem Bundesrecht – mit enormen Auswirkungen auf das deutsche Schulwesen.


Ende 2006 hat die UN-Generalversammlung eine Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung verabschiedet, mit dem Ziel, die Benachteiligung behinderter Menschen zu bekämpfen. Deutschland hat sich – wie derzeit 158 andere Länder auch – zu dieser Konvention bekannt und sie entsprechend unterzeichnet. Seit 2009 ist die Behindertenrechtskonvention damit in Deutschland "beschlossene Sache", sprich: rechtsverbindlich. "Deutschland verpflichtet sich, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Menschen mit Behinderung in die Lage zu versetzen, ein Höchstmaß an Unabhängigkeit (…) sowie die volle Teilhabe an allen Aspekten des Lebens zu erhalten."1 Das gemeinsame Lernen von Kindern mit und ohne Bedarf an sonderpädagogischer Förderung ist seitdem der "gesetzliche Regelfall".2

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  • eingestellt am 19.02.2015
Quelle

scook