Erkennen – verändern – verbessern

Bilanz ziehen: Ihr Jahr 2017 in 17 Fragen

Durchatmen, innehalten und ganz in Ruhe zurückschauen. Was war gut, was weniger, und was soll bzw. muss sich ändern? Mit diesen 17 Fragen ziehen Sie entspannt Bilanz – und fassen sinnvolle Vorsätze für Ihr Jahr 2018.
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Ihre persönliche Jahresbilanz: 17 Fragen rund um Ihr Jahr 2017

Für das Jahr 2018 lohnt sich neben dem Blick nach vorne auch ein Blick zurück, so ist z.B. ein Wochenende ideal geeignet, um innezuhalten, Bilanz zu ziehen und das Jahr Revue passieren zu lassen. Besonders jetzt wo die stressigen Zeiten des Jahreswechsels und Jahresbeginns sich gelegt haben und Sie bereits mitten im Alltag in 2018 angekommen sind. Was ist gut gelaufen und was lief weniger rund 2017? Was möchten Sie beibehalten – und was möchten Sie im neuen Jahr anpacken und verändern? Die folgenden 17 Fragen bieten Ihnen dafür den passenden konkreten Aufhänger: Sie schärfen ganz unkompliziert Ihren Blick zurück auf Ihr 2017 und sorgen für eine klare(re) Sicht auf das neue Jahr.

Am besten notieren Sie sich Ihre Antworten stichwortartig; offen und spontan aus dem Bauch heraus, ganz ohne Druck und nur für Sie selbst. Wenn Sie möchten, können Sie natürlich auch nach Schul- und Privatleben unterscheiden. Es gibt keine falschen Antworten – dafür aber sicherlich die eine oder andere spannende, überraschende und hilfreiche Erkenntnis.

17 Fragen – für eine Vielzahl von Erkenntnissen

  1. Ohne großes Nachdenken: Welche drei Ereignisse oder Erlebnisse haben Ihr Jahr besonders geprägt?
  2. Womit hatten Sie zu kämpfen – und was hat Sie glücklich gemacht?
  3. Was war schwieriger als gedacht und was klappte viel besser als Sie befürchtet hatten?
  4. Wo hätten Sie lieber anders reagiert und welche Schwierigkeiten oder Konflikte haben Sie gut gemeistert?
  5. Was haben Sie gelernt und was würden Sie gerne noch wissen, lernen und/oder trainieren?
  6. Welche positiven Rückmeldungen, welches Feedback und welchen Dank haben Sie bekommen (direkt oder indirekt)?
  7. Worauf sind Sie besonders stolz?
  8. Was (oder wer) hat Sie am meisten überrascht?

  9. Welche Gewohnheiten hätten Sie gerne abgelegt  – und welche hätten Sie gerne gehabt?

  10. Wobei/womit haben Sie Zeit vertan und wie hätten Sie sie lieber genutzt?

  11. Welche "verrückten" Ideen haben Sie das ganze Jahr nicht losgelassen (für Unterricht und Schule oder auch für Sie privat)?

  12. Wer oder was war Ihnen eine Stütze, hat Sie ermuntert und/oder inspiriert?

  13. Wofür sind Sie besonders dankbar – und bei wem möchten Sie sich vielleicht bedanken?

  14. Welches Thema, welche Methode, welche Stunde hat Ihnen am meisten Freude gemacht – und warum?

  15. Welche Kontakte haben Sie schleifen lassen und wen möchten Sie mal wieder anrufen?

  16. Welcher Ausgleich zum Lehrerjob hat Ihnen besonders gut getan?

  17. Was können Sie selbst unternehmen, um 2018 noch glücklicher zu sein?

Bonusfrage 18: Was heißt das für 2018?

Vielleicht sind Sie erklärter Gegner der alljährlichen guten Vorsätze und möchten Ihre (Selbst-)Erkenntnisse ganz einfach so stehen lassen. Vielleicht möchten Sie aber auch mit konkreten Plänen ins neue Jahr starten – und auch noch auf die Frage, was Ihnen das nun sagen soll, eine Antwort finden. Vollkommen freiwillig können Sie dann die folgenden drei Schritte angehen:

1. Das Wichtigste zusammenfassen.

Wenn Sie die 17 Fragen beantwortet haben, haben Sie ein gutes Bild davon, was Sie so alles erlebt, geleistet und gemeistert haben und was Ihnen gut getan hat. Die Fragen legen den Fokus bewusst auf das Positive – damit Sie gestärkt in das neue Jahr gehen können und erkennen, wovon Sie 2018 mehr möchten und brauchen. Fassen Sie die für Sie wichtigsten Punkte und Erkenntnisse noch einmal knapp zusammen und ordnen Sie sie übergreifenden Bereichen zu; etwa "Selbstfürsorge", "Zeitmanagement" oder "Konfliktfähigkeit".

2. Konkrete Schritte ableiten.

Als Nächstes fragen Sie sich, was Sie ganz konkret 2018 tun können und wollen. Bleiben Sie dabei unbedingt realistisch und nehmen Sie sichfür jeden Bereich maximal drei kleine, niedrigschwellige Schritte vor. Wenn Sie etwa für sich erkannt haben, dass Gesundheit und Selbstfürsorge in 2017 ein großes Thema waren, könnten diese drei Schritte beispielsweise lauten: "Ich melde mich bei einem Yoga-Kurs an, den ich einmal pro Woche besuche."; "Ich gönne mir jede Woche einen freien Abend ohne berufliche Verpflichtungen und ohne Gedanken an die Arbeit." und "Wenn ich mich überlastet oder ausgebrannt fühle, schaufele ich mir noch in der gleichen Woche einen zusätzlichen Wellness-Abend frei." Wenn Sie von sich wissen, dass Sie sich mit der Umsetzung von guten Vorsätzen generell schwer tun, nehmen Sie sich pro Bereich erst einmal nur einen konkreten Schritt vor.

3. Die Erwartungen zurechtrücken – und am Ball bleiben.

Betrachten Sie das Ganze von vornherein lieber als Marathon denn als Sprint. Statt sich das erste Quartal nun mit guten Vorsätzen und Terminen vollzustopfen, fangen Sie lieber gezielt, bewusst und langsam an. Werfen Sie nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn mit den Veränderungen nicht sofort auf Anhieb klappen will – und geben Sie sich mindestens das erste Quartal, um alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen und neue in Ihren Alltag zu integrieren. Bleiben Sie weiterhin wachsam für das, was Ihnen guttut, und vor allem: Machen Sie sich keinen zusätzlichen Stress. Geben Sie einfach Ihr Bestes – und seien Sie geduldig mit sich selbst, falls das einmal nicht reicht.

Ganz gleich, was Sie sich vornehmen: Wir wünschen Ihnen ein glückliches neues Jahr. Lassen Sie es sich gut gehen!

  • eingestellt am 30.01.2018
Autor

scook