Digitale Tipps

Gute Ideen für den Unterricht (9)

Digitale Angebote müssen nicht immer explizit für den Unterricht konzipiert sein, um erfolgreich in der Schule genutzt werden zu können. Das beweisen unsere beiden aktuellen Tipps.
Digital experimentieren? Wir stellen Ihnen interessante Web-Angebote vor.

Grundschule

Najuversum 

Hier kommt digitale Unterstützung für Ihren Sachunterricht. Beim Webangebot von Naju, der Jugendorganisation des Naturschutzbundes Deutschland dreht sich alles um die vier Lebensräume Wald, Wasser, Wiese und Stadt. Zwar ist die Plattform Najuversum nicht speziell für den Einsatz in der Schule gedacht, birgt aber durch ihre Mischung aus Informationen, Experimenten, Bastelideen und Spielen viele wertvolle Ideen für den Sachunterricht. Zum Beispiel zum Thema Wald. Da geht es unter anderem um die Frage, warum der Grünspecht Ameisen mag. Oder was eigentlich eine Gallwespe ist und wie man aus deren Galle Tinte machen kann. 


Auf der Wiese begegnen die Kinder Blindschleichen, Maulwürfen, Bienen und Schnecken und erfahren Wissenswertes über ihre Besonderheiten. Im Gewässer können Biber, Fischotter, Libellen und sogar die Wasserfledermaus entdeckt werden. Und selbst in der Stadt gibt es Wildtiere. Im Piepmatz- Wissenstest finden die Kinder heraus, was sie über Amsel, Rotkehlchen, Kormoran und Elster wissen. 

Besonders praktisch ist das Archiv. Hier sind - gut sortiert - die verschiedenen Experimente, Spiele, Videos, Audios und Aktionen gesammelt. Da sollte dann bestimmt etwas für die nächste Sachkundestunde zu diesem Themenkomplex dabei sein. 

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Weiterführende Schule

museumsplattform nrw

Wann haben Schüler schon mal die Gelegenheit, eine Ausstellung zu kuratieren? Eher selten. Auf der museumsplattform nrw allerdings werden sie dazu aufgefordert, genau das zu tun. Dort werden seit 2006 nordrhein-westfälische Museen der Moderne und ihre Bestände nach und nach erschlossen. Die Plattform richtet sich an Kunstinteressierte und Museumsbesucher, kann aber auch sehr gut für den Kunstunterricht in der Oberstufe genutzt werden. Dabei grenzt die Tatsache, dass es sich um eine Sammlung von NRW-Museen handelt, das Angebot zwar ein, dennoch ist es beachtlich: Umfangreiches Material zu knapp 400 Künstlerinnen und Künstler und ihren Werken steht zur Verfügung. 

Bequem lässt sich hier nach Künstlern, nach Werken und Museen recherchieren. Die Künstlersuche führt jeweils zu einer ausführlichen Künstlerbiografie, die auch als PDF-Version heruntergeladen werden kann. Zusätzliche Verlinkungen verweisen auf weitere Werke, Themen und das ausstellende Museum. Allein dies ist schon ein bedeutender digitaler Fundus für den Kunstunterricht. 

Richtig spannend wird es aber, wenn Schülerinnen und Schüler ihre eigene Ausstellung kuratieren können. Dazu müssen sie sich lediglich einmal registrieren und können dann ihre "eigenes Museum" mit Titel und Untertitel zusammenstellen, indem sie bei den jeweiligen Werken das "Herzchen" aktivieren. Hinzufügen können sie außerdem einen Beschreibungstext. Jetzt kann die Ausstellung veröffentlicht werden. Andere Teilnehmer – zum Beispiel die Mitschüler – können die Ausstellung online kommentieren, Fragen stellen und in einen Diskurs mit dem Kurator oder der Kuratorin eintreten. Vielleicht wird auch eine Ausstellung von einer Arbeitsgruppe oder der gesamten Klasse zusammengestellt? Kurzum: Detailreiche Informationen, umfangreiche Verlinkungen und schließlich die Option, selbst kreativ zu werden, machen diese Plattform zu einem interessanten Instrument für den Kunstunterricht. 

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