Mini-Workshop Pädagogik

Mobbing

Die meisten Menschen haben eine Vorstellung davon, was Mobbing ist, eine allgemein anerkannte Definition gibt es allerdings nicht.
 Neues Dokument
Bild: Fotolia/Knipserin

Mobbing ist abzugrenzen von negativen Handlungen wie Ärgern, Verleumden, Verstecken oder Stehlen von Gegenständen (z. B. Stifte, Etui, Jacke) bis hin zum Ausüben körperlicher Gewalt. Diese Handlungen, die unter Schülerinnen und Schülern tatsächlich täglich vorkommen, sind zwar nicht selten Bestandteil des Mobbings; von Mobbing wird aber erst gesprochen, wenn solche Verhaltensweisen sich zwischen denselben Beteiligten ständig wiederholen, wenn also entstanden sind. Mobbing findet daher in aller Regel in Organisationen – etwa am Arbeitsplatz oder eben in der Schule – statt, wo die gleichen Menschen regelmäßig, oft täglich, aufeinandertreffen (und dies nur unter Inkaufnahme einschneidender persönlicher Veränderungen wie der Kündigung oder einem Schulwechsel vermeiden können).

Aber nicht jeder fortgesetzte Streit – z. B. zwischen zwei Schülerinnen bzw. Schülern, die sich nicht leiden können und immer wieder "aneinandergeraten" – ist als Mobbing anzusehen. Maßgebliches Merkmal des Mobbings ist ein , so dass man Täterin(nen) und Täter auf der einen, Opfer auf der anderen Seite unterscheiden kann. Das Machtungleichgewicht kann dadurch bedingt sein, dass das Opfer aufgrund einer körperlichen, geistigen, emotionalen oder anderen Unterlegenheit nicht in der Lage ist, sich zur Wehr zu setzen. Sehr häufig wird das Ungleichgewicht durch eine numerische Überlegenheit der Täterseite verursacht oder verstärkt: Ein einzelnes Opfer sieht sich von einer aus mehreren Personen bestehenden Gruppe gemobbt.

Zum Weiterlesen jetzt kostenlos registrieren: Registrieren

Bereits registriert? Dann einfach anmelden:

  • eingestellt am 13.03.2014
Autor

Claudia Günther
Lars Günther