Reflexiver und humorvoller Umgang mit Unterrichtsstörungen

Bitte lächeln!

Wann haben Sie das letzte Mal mit Ihrer Klasse herzhaft gelacht? Egal wann es war, machen Sie es öfter! Lachen entspannt, vertreibt die Stresshormone und schafft eine lernoffene Arbeitsatmosphäre. Humor ist nicht nur die beste Medizin, sondern auch die beste Prävention, um Unterrichtsstörungen gar nicht erst ausufern zu lassen. Wir können uns über vieles aufregen, aber gezwungen werden wir dazu nicht. Ein reflexiver Umgang mit "Störern" und Situationen verschafft darüber hinaus einen Perspektiv- und Haltungswechsel sowie die Klärung möglicher Handlungsoptionen.
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Humor macht manchmal alles ein wenig einfacher. (Bild: Fotolia/yuryimaging)

Die innere Haltung – Machtkampf oder Statusspiel?

Beispiele für Unterrichtsstörungen und daraus resultierende Machtkämpfe muss ich Ihnen sicher nicht nennen. Sie gehören zu den täglichen Herausforderungen im Lehrerberuf. Machtkämpfe rauben Energien und produzieren auf beiden Seiten Verlierer. Daher ist das höchste Ziel vieler Lehrkräfte, alle Störungen möglichst im Keim zu ersticken, womit auch gleichzeitig die Sorge verbunden ist, dass diese Zielsetzung nicht gelingt. Diese Grundhaltung verleitet uns dazu, schon bei Kleinigkeiten schnell über das Ziel hinauszuschießen um schon mal präventiv zu demonstrieren: "Ich hab hier das Sagen!"
Auch neigen wir dazu, erst gar nicht zu reagieren und so zu tun, als hätte man nichts bemerkt. Im ersten Fall sind wir innerlich angespannt und ständig in Lauerstellung. Unsere ganze Aufmerksamkeit ist auf Störungen gerichtet, was dazu führt, dass wir diese auch überproportional wahrnehmen.
In der Methode des Ignorierens steckt ein unausgesprochenes Erlauben der Störung, so dass Schüler ziemlich erstaunt sind, wenn die Lehrkraft nach einiger Zeit mit lauten und emotionalen Ausbrüchen oder harten Strafen droht.

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  • eingestellt am 03.11.2014
Autorin

Simone Kriebs

  • Quelle

    Dieser Artikel stammt aus dem Grundschulmagazin 4/2013. Die aktuelle Ausgabe finden Sie auf www.oldenbourg-klick.de.

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