Einige Strategien und Hinweise

Umgang mit schwierigen Schülern

Kennzeichen jeder jungen Generation ist es, insbesondere in der Phase der Pubertät, dass sie sich zeitweilig nicht angepasst, sondern auffällig, bisweilen auch aggressiv verhält. Störungen und Konflikte lassen sich deshalb nicht vermeiden, sie gehören zum Berufsalltag – ob wir wollen oder nicht. Nicht diese Tatsache ist das Problem, sondern der Umgang mit Ambivalenz, Ungewissheit und Heterogenität. Dafür brauchen Lehrkräfte Hilfen. Diese Hilfen beziehen sich auf das Verständnis der Störung, auf die Deutung und Umdeutung der Störung; auf die Erkenntnis der Störung, auf ihre Ursachen und Strukturen; und auf die Interventionsmöglichkeiten bei Störungen sowie auf die Prävention.
 Umgang mit schwierigen Schülern
Bild: F1online

Störungen, Konflikte, Disziplinprobleme

Das Thema ist ein Klassiker der Pädagogik und scheint nichts von seiner Aktualität verloren zu haben. Die Heftigkeit, mit der bisweilen im Lehrerkollegium über schwierige Schülerinnen und Schüler diskutiert wird, zeigt, dass es bei der Bewertung von Problemschülern auch um die eigene Person geht, weil Gefühle, Emotionen und Affekte mitschwingen. Während Gefühle immer eine körperliche Reaktion auslösen, drücken Emotionen eine Bewertung aus (Ich fühle mich »gut«/»schlecht«). Deshalb ist es wichtig, dass Gefühle und Emotionen präventiv wahrgenommen und gedeutet werden können. Aus neuropsychologischer Sicht ist zu beachten, dass wir im Akt des Erinnerns an einen »Fall« nicht bloß die Fakten rekonstruieren, sondern wir rekonstruieren die Tatsachen, Phänomene und Ereignisse neu, entsprechend unseren aktuellen Befindlichkeiten (Stichwort: ideographische Balance).

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  • eingestellt am 24.03.2014
Autor

Dipl.Psych./Dipl.Päd. Jürgen Egle
Seminarschulrat am Staatlichen Seminar für Lehrerausbildung in Konstanz

  • Quelle

    Dieser Artikel stammt aus dem Schulmagazin 5-10 2/2010. Die aktuelle Ausgabe finden Sie auf www.oldenbourg-klick.de.