99 Tipps für angehende Lehrerinnen und Lehrer

Souverän durch den schulischen Alltag

Der zweite Teil der Lehrerausbildung ist mindestens ebenso herausfordernd wie der erste. Jetzt heißt es nämlich, mit all dem erworbenen Wissen in die Praxis zu gehen, beziehungsweise ins (kalte) Wasser zu springen. Abfedern lässt sich dieser Sprung mit soliden Informationen rund ums Referendariat. Genau diese werden in diesem Ratgeber gebündelt. Schließlich wissen die drei Autorinnen genau, worüber sie schreiben, sind sie doch allesamt als Fachseminarleiterinnen tätig. Sie kennen all die Fragen, Probleme und Unsicherheiten der Referendare und präsentieren überzeugende Antworten, Ratschläge und nachahmenswerte Beispiele.
 Buchcover des Buches 99 Tipps Erfolgreich durch das Referendariat.
Enthält Beispiele und Anregungen, aber auch ganz konkrete Tipps zum unterrichten.

Das Buch überzeugt durch seine klare Aufteilung, die sich am Ablauf dieser Ausbildungszeit orientiert: Es beginnt bei all den möglichen Anfangsschwierigkeiten, mit denen die angehenden Lehrer rechnen müssen und geht dann auf die schulischen Rahmenbedingungen und das dazu unverzichtbare Wissen für die Neuen ein. Schließlich gibt es noch einen Ausflug in die Hirnforschung, bevor es ausführlich um das zentrale Thema geht: den Unterricht.

Für die Anfangszeit helfen ganz praktische Hinweise und Erläuterungen: Wie sollte ich als Lehramtsanwärter auftreten? Wie lerne ich, meine Zeit sinnvoll aufzuteilen, wie umgehe ich Stressfallen? Wie verhalte ich mich gegenüber Eltern, Schulleitung, anleitendem Lehrer und den anderen Kolleginnen und Kollegen?  Wie führe ich Klassenbuch, Kurshefte, Klassen- und Zeugnislisten? Was hat es mit den verschiedenen Konferenzen auf sich? Auf all diese Fragen gibt es professionelle und gut umsetzbare Antworten.

Erkenntnisse der Hirnforschung, Lerntheorien oder Fachdidaktiken sind zwar längst im Studium abgehandelt, hier aber werden sie in direktem Zusammenhang zum Schulalltag vermittelt, mit konkreten Unterrichtssituationen zum Beispiel, wie Referendare sie nun täglich erleben werden und die sie dank dieser Tipps erfolgreich bewältigen können. Aktuelle Schlagworte wie individuelles Fördern, Diagnosekompetenz, Lernvereinbarungen, Sprachförderung oder Kompetenzraster werden mit Leben – das heißt mit Beispielen und Anregungen – gefüllt.

Dazu gesellen sich jede Menge ganz konkreter Tipps zum Unterrichten. Etwa, wie man den Zeitbedarf einer Unterrichtstunde planen kann, warum es wichtig ist, zu Anfang Zeit für die Einführung von Regeln einzuplanen und wie man reagieren sollte, wenn diese von den Schülern nicht eingehalten werden. Rituale, wie das Morgengebet oder das Aufstehen zur Begrüßung des Lehrers waren gestern. Dennoch können Rituale den Lernzuwachs unterstützen, den Klassenzusammenhang stärken oder die Konzentration fördern, erklären die Autorinnen.

Unterrichtsstörungen, Vertretungsstunden, Lernstationen, Projektarbeit – all diese Fachbegriffe werden mit handfesten Tipps zum direkten Ausprobieren angereichert. Auch diese Termini kennt die Zielgruppe längst aus dem Studium. Das ist auch logisch, schließlich gehören beide Ausbildungsabschnitte zusammen. Hier allerdings steht immer die tägliche Praxis im Vordergrund Und das ist genau das, was Referendare womöglich ängstigt, zumindest aber intensiv beschäftigt: Wie verhalte ich mich in den jeweiligen Situationen richtig, welche Strategien kann ich nutzen, welche Tricks gibt es und was kann ich von erfahrenen Kollegen lernen, damit ich schließlich im Laufe meines Referendariats zu einem guten Lehrer werde? Das Buch greift alle möglichen Probleme, Stolperfallen und Fragen auf, mit denen sich die Berufsanfänger jetzt beschäftigen, und zeigt, dass es in der Regel eine gute Lösung gibt.


  • eingestellt am 15.05.2018
Autor

scook