Schüler sein ist nicht leicht

Wer kennt das nicht…

…es ist Montagmorgen, halb sieben. Seit fünf Minuten klingelt fordernd der Wecker. Wahrscheinlich denken viele das Gleiche: Ich habe keinen Bock auf Schule!!!
 Ein Mädchen liegt mit einem Wecker in der Hand im Bett und hat eine Bettdecke über dem Kopf.
Wenn morgens der Wecker fordernd klingelt...

Nervende Lehrer, die irgendwelche Fragen stellen und dann auch noch Antworten erwarten zu Dingen, die die meisten nicht interessieren.

Doch jeder weiß, dass er irgendwann aufstehen muss. So schwer es auch fällt, man kämpft gegen die Müdigkeit an und bereitet sich auf den Tag vor.

Sobald der Unterricht beginnt, haben die ersten keine Lust mehr. Schon in den ersten zwei Stunden wird die nächste Arbeit angekündigt und ein Berg Hausaufgaben aufgegeben.

Zur dritten Stunde kommt dann auch der letzte Langschläfer. Meistens werden die Stunden "verschlafen", in denen die ganz besonders netten Lehrer den Unterricht erteilen. Zur Verspätung kommen dann meistens Ausreden wie "Ich musste einer Oma über die Straße helfen", "Ich wollte mich noch auf den Unterricht vorbereiten" oder "Meine S-Bahn hatte einen Platten".

Genauso nervig wie das frühe Aufstehen sind die Hausaufgaben. Wenn man viel schreibt, beschweren sich die Lehrer, dass sie so viel korrigieren müssen. Wenn man wenig schreibt, wurde die Leistung nicht erbracht. Der Stress mit dem Lernen und den Hausaufgaben wird wohl nie aufhören. Aber oft hat man bei manchen Lehrern so genannte Joker, sodass man einmal seine Hausaufgaben vergessen darf. Wenn in meiner Klasse jemand sie trotzdem häufiger vergisst, wird der eine oder andere sehr kreativ bei den Ausreden: "Ich dachte, Ihre Stunde fällt aus", "Meine Mutter hat sie aus Versehen weggesaugt" oder "Mein Hund hat sie aufgefressen".

Jedoch wissen viele gar nicht mehr, was es für ein Privileg ist, die Schule besuchen zu dürfen. Teenager in ärmeren Ländern würden sehr gerne zur Schule gehen und sich Ausreden ausdenken. Wir machen uns Gedanken über das neueste Handy, wann wir mal wieder shoppen gehen oder wer das nächste Konzert gibt. Die Benachteiligten denken darüber nach, wie sie den nächsten Tag überstehen, woher sie Wasser holen sollen und wie ihre Zukunft aussieht, da viele keinen Zugang zur Bildung haben.

Das fehlende Bildungsangebot ist ein Missstand in Entwicklungsländern, welcher dringend behoben werden muss. Man denkt viel zu selten daran, dass nicht allen die Möglichkeiten, die wir haben, offenstehen. Jedem sollte bewusst sein, wie gut wir es hier haben, wo wir leben. Vor allem sollten wir dankbar dafür sein, dass wir uns von unseren Lehrern nerven lassen dürfen.

Auch wenn so viele Kinder die Schule nicht besuchen dürfen, haben sie doch alle eines mit uns und jedem auf der Welt gemeinsam; so schwer es manchmal ist, den Stress zu bewältigen, man kann sich immer auf seine Freunde verlassen.  Sie sind der große Lichtblick am Ende eines jeden Tages.

  • eingestellt am 25.07.2016
Autor

Johanna, Schülerautorin für scook

  • Johanna (15 Jahre) aus Berlin

    Lieblinsmusik: Pop, HipHop, Rap.
    Lieblingsbücher: Silber-Triologie, Selection-Triologie
    Lieblingsessen: Crepés
    Hobbies: Reiten, Gitarre spielen, Nähen, Badminton