Fremdsprachen lernen im Alltag - alles andere als langweilig

Learning by doing

Fremdsprachen und vor allem die engschliche Kommunikationsfähigkeit sind heutzutage überaus wichtig. In fast allen Berufen werden Fachkräfte mit guten Fremdsprachenkenntnissen gesucht, da es für die Zusammenarbeit mit dem Ausland notwendig ist. Deshalb übertreiben Lehrer auch nicht, wenn sie ihren Schülern immer wieder erklären, dass Vokabellernen und die ganze andere lästige Arbeit für das spätere Berufsleben so wichtig ist.
 Ein Mädchen sitzt mit Kopfhörern und Laptop vor einem Sofa auf dem Boden.
Fremdsprachen lernen im Alltag.

Fremdsprachen lernen muss aber nicht zwangsläufig ätzend und langweilig sein! Um es euch etwas leichter zu machen, habe ich hier ein paar kleine Tipps für den Alltag, die euch auf jeden Fall helfen werden, die englische Sprache besser zu beherrschen.

Eine unserer Lieblingsbeschäftigungen ist es amerikanische Komödien wie z.B. Bad Neighbors oder 22 Jump Street mit tollen Schauspielern zu gucken. Warum dann nicht gleich in der Originalsprache? Dabei lernt man nicht nur die englische Aussprache, der Film wirkt außerdem viel cooler. Stellt euch z.B. mal vor wie James Bond seinen Drink auf Englisch bestellt: “Vodka Martini, shaken, not stirred!“ Wenn dies für einige noch zu schwer ist, kann man einfach die deutschen Untertitel mitlesen.

Begeistert euch auch die Musik von Künstlern wie Rihanna oder Chris Brown? Wenn man ihre Songtexte übersetzt, ist es echt spannend: Oft geht es um tragische Love Storys oder Partynächte in angesagten Clubs. Interessiert euch zusätzlich, warum sie diese Texte geschrieben haben, guckt euch ihre Interviews (in Originalsprache) auf YouTube an. Wenn ihr Spaß daran habt, Interviews von Stars anzuschauen, solltet ihr mal bei der Ellen Show vorbeigucken. Diese unterhaltsame und lustige Show findet ihr ebenfalls auf YouTube.

Wer schon mehr drauf hat, kann versuchen, ein einfaches Buch auf Englisch zu lesen. Wenn es dort Vokabeln gibt, die man nicht versteht, gibt es Hilfen im Internet. Klar kann man Google Übersetzter nutzen, aber mein Tipp wäre die Seite leo.org. Diese Seite übersetzt euch die gesuchte Vokabel und gibt zudem noch weitere Hilfestellungen, wie Beispielsätze oder Vokabeln in anderen Zeitformen. Natürlich kennt man nicht jedes einzelne Wort, aber oft kann man sich den Zusammenhang des Satzes selbst erklären, oder es gibt verwandte Wörter aus dem Deutschen.

Um den Inhalt besser zu verstehen, kann man auch gut das Buch zu einem Film, den man schon kennt, lesen. Zum Beispiel gibt es ein Buch zu dem Film Margos Spuren, der auf Englisch übrigens Paper Towns heißt, von John Green. Oder ihr entscheidet euch für Klassiker wie Harry Potter und Die Tribute von Panem.

In Urlaubsorten, wie der Türkei oder Mallorca/Spanien, sprechen die meisten Leute und Mitarbeiter im Hotel Deutsch. Die Weltsprache ist aber Englisch und freies Sprechen trainiert am meisten – und ist schließlich auch am wichtigsten. Also traut euch im Urlaub mal offen und frei Englisch zu sprechen, auch wenn euer gegenüber Deutsch spricht.

Wenn ihr noch einen drauflegen wollt, könnt ihr auch, falls ihr Tagebuch schreibt, dieses auf Englisch schreiben. Dabei lernt ihr, euch mit bekannten Vokabeln besser auszudrücken. Zudem trainiert es eure Rechtschreibung.

Letztendlich ist das Vokabellernen aber wohl schwer zu vermeiden. Wie wäre es, wenn ihr euch anstatt am Schreibtisch zu sitzen von Freunden beim Spazierengehen abfragen lasst, oder beim Springen auf dem Trampolin. Denn bei Bewegung kann das Gehirn leistungsfähiger arbeiten, da so beide Gehirnhälften aktiviert werden, die linke zum logischen Denken und zugleich die rechte für Bewegung. Dadurch arbeiten beide Gehirnhälften zusammen.

Wichtig zu wissen ist, dass man Fremdsprachen jeden Tag wiederhohlen sollte, da reichen 15 bis 20 Minuten schon aus. Dies bringt einem für das Langzeitgedächtnis sogar mehr, als wenn man sich an zwei Tagen in der Woche stundenlang zum Lernen quält.

Schwierige Vokabeln könnt ihr auf kleinen Post Its im Haus verteilen: Auf dem Klo, neben der Dusche oder in der Küche. So wiederholt ihr die Vokabeln praktisch jeden Tag automatisch und sie prägen sich besser ein. Ich hoffe, dass es für euch nur noch halb so öde ist.

Vokabeln lernen wird uns Schülern schon wirklich leicht gemacht. Es gibt zahlreiche Apps für Smartphones, die einen abfragen oder Vokabelspiele im Internet. Also macht es euch nicht so schwer und probiert einfach ein paar dieser kleinen Tipps aus. Ich wünsche euch viel Spaß und Erfolg damit.

Übrigens: Wodka Martini – geschüttelt, nicht gerührt.

  • eingestellt am 16.08.2016
Autor

Insa, Schülerautorin für scook

  • Insa (15), aus Lehe

    Haustiere:  Eine Katze namens Jonesey

    Lieblingsmusik: Hip Hop von Drake oder Rihanna

    Lieblingsbücher: Night School
    Lieblingsessen: Cous Cous mit Hähnchen, Paella
    Hobbies: Hip Hop Tanzen, Kickboxen, viel Fitness