Ohne Vorurteile den Islam kennenlernen - und einander besser verstehen

Islamkunde als Fach zur Aufklärung und Integration

Aufgrund der schrecklichen Geschehnisse der letzten Monate, ausgelöst von islamistischen Anschlägen, stellt sich die Frage: Was bedeutet eigentlich der Islam?
 Zwei Frauen verschiedener Ethnizitäten sprechen miteinander.
Einander seine Religion erklären räumt viele Vorurteile aus dem Weg.

Eine eindeutige Aussage auf diese Frage lässt sich erst nach aktiver Recherche feststellen, die momentan hauptsächlich durch eigene Motivation geschehen kann. Immer mehr Menschen muslimischen Glaubens kommen in unser Land, sodass die Regierung gefordert ist, Integration effektiv zu unterstützen. Allerdings ist Integration auch ein interaktiver Prozess, was bedeutet, dass zwei „Parteien“ sich gegenseitig austauschen, unterstützen und miteinander kommunizieren müssen, was deutsche Bürger oftmals vergessen. Ein erster Schritt zur Integration wäre die Einführung des Faches Islamkunde in den deutschen Bildungssektor.

Die zwei Seiten der Gesellschaft

Zunächst ist zu erwähnen, dass die deutsche Gesellschaft, hinsichtlich des Islams, informationslos urteilt. Viele Bürger fühlen sich "angegriffen", wenn eine Frau mit Kopftuch neben ihnen herläuft oder der türkische Arbeitskollege kein Schweinefleisch isst. Zudem werden negative Geschehnisse wie Ehrenmorde, Verschleppungen oder Zwangsheiraten nur mit dem Islam assoziiert und damit auch islamisiert. Zum Teil ist dies ausgelöst durch das terroristische Bild der Islamisten, jedoch größtenteils durch die Angst der Konfrontation mit dem Unbekannten (hier: Islam). Dieses Gedankengut führt schließlich zu einer Generalisierung der Muslime, welches argumentationslos begründet ist.

Auf der anderen Seite hilft das Fach Islamkunde auch Muslimen zur Aufklärung, da sie hauptsächlich von Einheimischen Imamen über ihre Religion unterrichtet werden und dadurch nicht die "Lehre" aufgezeigt bekommen. Es ist nicht zu ignorieren, dass es viele islamistische Imame gibt, die ihre Mitglieder  auf eine Art und Weise missionieren, dass ein Hass gegen die westliche Welt entsteht und falsche muslimische Moralwerte mitgegeben werden. Ebenfalls findet hier der Prozess der Generalisierung statt, welcher beendet werden muss.

Logische Konsequenz

Die theoretische und praktische Lösung lautet also, dass der Islam auf einer wissenschaftlichen Basis unterrichtet wird, der unseren muslimischen Mitbürgern hilft ihre Religion zu erkunden und zu verstehen. Somit steigert sich auch der Bedarf an studierten Imamen und Lehrern der Islamkunde, was der Staat in seiner Integrationsplanung beachten muss. Hier spiegelt sich nun der Aspekt der Aufklärung wieder, wodurch die Fremdsteuerung durch islamistische Imame aufgelöst wird.

Um auch den Aspekt der Integration zu reflektieren, ist es sinnvoll, nur das Fach Religion einzuführen, wo keine Unterschiede zwischen Protestanten, Katholiken und Muslimen gemacht werden. Es herrscht also keine direkte Trennung vom Glauben, sondern ein gemeinschaftliches Ergründen anderer Religionen auf wissenschaftlicher Basis. Die Schüler können die verschieden Religionen miteinander vergleichen und werden feststellen, wie ähnlich sich die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam sind.

Dieses Vorgehen würde die Gesellschaft festigen und weiterentwickeln, denn gesellschaftswissenschaftliche/ geisteswissenschaftliche Fächer bilden den Maßstab für die Moral in unserer Gesellschaft.

  • eingestellt am 25.10.2016
Autor

Annika, Schülerautorin für scook

  • Annika (17 Jahre) aus Dortmund

    Haustiere: keine, liebt Hunde

    Lieblingsmusik: alles, was sich gut anhört

    Lieblingsbücher: Engelsmorgen
    Lieblingsessen: Ben&Jerries Eis
    Hobbies: Fußball, Lesen, Sport, Schminken, Reden und vieles mehr