Weihnachtlicher Appell an die Mitmenschen

Wohltätigkeit zur Weihnachtszeit

Alle Jahre wieder wird man in der Weihnachtszeit wohltätiger und die Nächstenliebe steigt an. Aber warum nur zur Weihnachtszeit?
 Weihnachtlicher Hintergrund mit Geschenken
Wohltätigkeit nur zur Weihnachtszeit?

Immer, wenn die Weihnachtszeit naht, wird man in einen Bann der Nächstenliebe gezogen. Man spendet vielleicht etwas, man wirft den Bettlern auf der Straße etwas Geld hin und an Heiligabend, in der Kirche spendet man auch nochmal.

Deutschland ist ein christliches Land, sodass Weihnachten hier das Fest der Nächstenliebe ist. Es ist schließlich die Geburt des Christkindes, des Sohn Gottes, des Heilandes, oder wie auch immer man ihn nennen mag. Aber auch für Nichtgläubige ist die Weihnachtszeit die Zeit der Nächstenliebe. Das könnte daran liegen, dass man sich von den Gefühlen der anderen mitreißen lässt: Wenn alle fröhlich, gut gelaunt und freundliche zueinander sind, wird man selbst auch mitgerissen.

Doch warum tut man dies nur in der Weihnachtszeit? Warum verschließen wir den Rest des Jahres die Augen voreinander? Warum sind wir nur in der Weihnachtszeit fröhlich und freundlich anderen gegenüber? Menschen in Krisensituationen geht es auch im Sommer schlecht, Obdachlose auf der Straße haben auch zu anderen Zeiten kein Dach zum Schlafen.

Im Nahen Osten tobt der Krieg, Massen an Menschen müssen fliehen - und das das ganze Jahr über. In Ländern in Afrika gibt es immer wieder Hungersnöte, Menschen sterben in armen Ländern wegen der schlechten Versorgung, all diese Probleme haben wir hier in Europa, in Deutschland, nicht.

Können wir nicht das ganze Jahr über die Augen zumindest ein bisschen geöffnet haben? Hier und da mal ein wenig Aufmerksamkeit und Zeit spendieren. Den Straßenmusikern auf der Straße zuhören, den Hungernden auf der Straße vielleicht mal ein bisschen Geld, Kleidung oder Nahrung geben, und zu jeder Jahreszeit ein wenig was für Menschen in Krisengebieten spenden. Das sollte doch eigentlich nicht zu viel verlangt sein. Die meisten von uns haben genügend, um etwas abgeben zu können.

Wir sollten uns die Wohltätigkeit und Nächstenliebe nicht als Privileg der Weihnachtszeit behalten, sondern uns zu jeder Zeit um diejenigen, denen es schlechter geht, sorgen und kümmern.   

  • eingestellt am 22.12.2016
Autor

Lars, Schülerautor für scook

  • Lars (16 Jahre) aus Pinneberg

    Haustiere: Wellensittich, Fische

    Lieblingsbücher: Das Lied von Eis und Feuer
    Lieblingsessen: Steak, Schnitzel, Lamm, Schokolade
    Hobbies: Sport (Karate), soziale Arbeit (Schulprojekt Flüchtlingscafé)