Hobby wird Beruf

Wie wird man Musicaldarsteller?

Diese Frage stellen sich möglicherweise einige Schüler, die ihr Hobby zum Beruf machen möchten. Einige denken dabei zunächst an das Risiko, das der Beruf als Künstler mit sich bringt. Dabei gibt es viel mehr positive und realistische Faktoren, wenn man den Traumberuf "Musicaldarsteller" erfolgreich ausleben möchte, als man denkt.
 Rückansicht einer Frau in Kostüm, die an der Bühne steht und auf ihren Auftritt wartet.
Große Bühne und Rampenlicht: Mit Fleiß und Ehrgeiz kann man es schaffen.

Was muss ich an Vorkenntnissen mitbringen?

Das Wichtigste ist Leidenschaft, die man für den Beruf haben muss: Denn der Beruf als Musicaldarsteller besteht eben nicht nur aus Auftritt und großer Bühne – ebenso gehören viel Stress und Anstrengung zum Alltag eines Musicaldarstellers. Natürlich ist es wie in jedem Beruf gut, bereits einen gewissen Erfahrungsschatz mitzubringen. Schlussendlich ist aber das Talent, das der Künstler mitbringt das, was den Kunden überzeugt. Ob mit oder ohne Ausbildung spielt nicht immer eine Rolle. Es ist trotzdem empfehlenswert, die Ausbildung zu machen, da man beim Casting damit punkten kann.

​Ausbildung oder Studium?

Es gibt viele Schulen und Universitäten, an denen man das Fach "Musical/Show" studieren kann. Da der Beruf viel Konkurrenz mit sich bringt und sehr hart sein kann, sollte man für sich den Ausbildungsweg wählen, wo man sich am wohlsten fühlt, um eine gute Grundlage aufzubauen. Zu den renommierten Schulen gehören u.a. die Universität der Künste in Berlin und die Folkwang Universität der Künste in Essen. Für eine private Ausbildung (z.B. die Stage School in Hamburg) hingegen muss man tief ins Portemonnaie greifen, da eine Ausbildung rund 30.000 Euro kosten kann. Grundsätzlich ist der einzige Unterschied, dass man nach der Ausbildung ein Zertifikat und nach dem Studium ein Diplom bekommt. Es hat aber keinen großen Einfluss auf das spätere Berufsleben. Jeder sollte für sich selbst den besten Weg finden!

​Nicht nur Stage & Co.?

Stage Entertainment ist der größte Produzent von Musicals und Shows aller Art: In Berlin und Hamburg laufen zurzeit laufen z.B. Produktionen wie Tanz der Vampire und Disneys Der Glöckner von Notre Dame. Fast jeder Musicaldarsteller hat das Ziel, einmal bei so einer großen Produktion mitzuwirken. Leider ist dies nicht leicht und nicht jeder schafft es. Natürlich gibt es aber noch viele andere Möglichkeiten als Musicaldarsteller aufzutreten, z.B. im Stadttheater oder auf dem Schiff. Das Studium bzw. die Ausbildung ermöglichen mehr, als nur den gelernten Beruf als Musicaldarsteller auszuüben. Durch die drei erlernten Bereiche Gesang, Tanz und Schauspiel kann man auch allein in einem der Bereiche auftreten und es ganz nach Anfrage gewünscht variieren.

Wie überzeuge ich meine Eltern?

"Studiere Jura oder Medizin. Musik ist ein Hobby, kein sicherer Beruf!" Dieser Ansicht sind einige Eltern, die für ihr Kind einen sicheren Beruf wollen. Viele dieser Eltern wissen aber nicht genau, was es heißt, Musicaldarsteller zu sein. Natürlich ist der Beruf mit gewissen Risiken verbunden, doch es gibt mehrere Möglichkeiten, sich sozial abzusichern. Eine Option ist es, sich bei der Künstlersozialkasse, kurz KSK, anzumelden. Es müssen dort nur einige Grundvoraussetzungen erfüllt sein, um aufgenommen zu werden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine weitere Möglichkeit, sich finanziell abzusichern, falls man eine Zeit lang aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeiten kann.

Wenn ihr überzeugt seid, bewerbt euch bei einer Musicalschule und probiert es einfach aus. Zeigt euer Talent, wachst aus euch hinaus und entdeckt eure Talente, die ihr selbst vielleicht noch gar nicht kennt!

  • eingestellt am 18.10.2017
Autor

Emily, Schülerautorin für scook

  • Emily (15 Jahre) aus Berlin

    Lieblingsbuch: Die Bestimmung

    Lieblingsfach: Englisch, Musik
    Hobbies: Singen, Tanzen, mit Freunden treffen, Musicals anschauen, Schauspielern