Wann, wenn nicht jetzt? Wer, wenn nicht wir?

Unsere Erde, unsere Verantwortung!

Dürren, Hitzewellen, Tsunamis. Immer öfter kommt es zu Naturkatastrophen. Die Ursachen darin lassen sich auch im Klimawandel finden. Doch wer trägt an diesem Wandel die Schuld? Wie können wir dem entgegenwirken? Hier findet ihr 7 Tipps, die sich super leicht umsetzen lassen.
Die Verantwortung für unsere Erde liegt bei jedem von uns.

Vor einiger Zeit, im Juni 1992, hielt Severn Suzuki eine beeindruckende Rede bei der "United Nation Conference on Environment and Development" in Rio de Janeiro. Sie war Teil einer Gruppe von 12- und 13-Jährigen, die die Vision hatten, einen Wandel in der Welt zu bewirken. Damals ging es vor allem um das Ozonloch, das zu der Zeit immer noch wuchs. Severn und ihre Freunde hatten keine Lust mehr, der Politik zuzuschauen und sahen sich in der Verantwortung zu handeln. Nicht nur, weil wir als "Herrscher über die Natur" auch eine Verantwortung für unseren Planeten tragen, sondern auch, weil wir Verantwortung gegenüber unseren Kindern und Kindes-Kindern haben. 

Seitdem hat sich leider nicht viel verändert. Der Klimawandel schreitet unaufhörlich voran. Die meisten Länder reagieren darauf allerdings kaum und können sich z.B. zu keinem Plastikverbot oder der Abschaffung von Atomenergie durchringen. Dass das aber längerfristig unumgänglich ist, beweisen viele Studien.

Doch jetzt kommt die gute Nachricht:

Nur, weil die Politik nicht handelt, heißt das nicht, dass du nicht handeln kannst. Jeder einzelne von uns hat die Macht, sein Leben nach seinen Vorstellungen zu gestalten. Jeder von uns hat die Macht, auf sein Umfeld Einfluss zu nehmen. Und allein dadurch kann sich viel verändern. Für dich, für die Menschen um dich herum und langsam für den Rest der Welt. Wenn du es also satt hast, einfach nur weiter zuzuschauen und Verantwortung für dein Handeln übernehmen willst, dann habe ich hier ein paar Ideen für dich:

1. Sortiere aus!

Schau dir deine Besitztümer an und sortiere alles aus, was du nicht brauchst. Das kannst du dann verschenken oder auf dem Flohmarkt verkaufen. Danach fühlst du dich erstens freier und hast zweitens Dingen, die für dich nutzlos waren, noch einen sinnvollen Nutzen gegeben.

2. Kaufe bewusst!

Wenn du mal wieder shoppen bist, dann frage dich doch das nächste Mal, ob du die Hose oder das Shampoo auch wirklich brauchst. So vermeidest du, dass du unnötig viele Ressourcen verbrauchst und dein Kleiderschrank aus allen Nähten platzt!

3. Kaufe gebraucht!

Wenn du ehrlich bist, muss es nicht immer eine nagelneue Jeans sein. Eine gebrauchte, die noch wie neu aussieht, tut es auch, ist dabei nachhaltig und günstiger. Kleidung und Bücher lassen sich gut gebraucht im Internet, oder in Second-Hand-Läden kaufen. Auch auf Flohmärkten kannst du fündig werden.

4. Kaufe Lebensmittel regional!

Hast du schon mal darauf geachtet, ob deine Äpfel vom Bauernhof im nächsten Dorf kommen oder aus Spanien eingeflogen werden? Flugzeuge haben einen hohen CO2 – Ausstoß und treiben damit den Klimawandel voran. Die langen Transportwege des Obstes im Supermarkt sind also schlecht für die Umwelt, außerdem leidet auch ihre Qualität darunter. Deshalb schau doch einfach, ob du Äpfel, Mohrrüben, Tomaten oder Kartoffeln auch regional kaufen kannst. So unterstützt du auch gleich die Wirtschaft vor Ort.

5. Suche dir Mitstreiter!

Frag unter deinen Freunden oder Mitschülern nach, ob sie Lust haben mit dir zusammen zu handeln und z.B. ein "Greenteam" bei Greenpeace gründen wollen. Zusammen könnt ihr Aktionen zum Klimaschutz durchführen. Ein Stand am Tag der offenen Tür eurer Schule oder eine Spendenaktion zum Schutz der Arktis können ein Teil davon sein.

6. Plastik – Nein, danke!

Plastik ist eines unserer größten Probleme. Mikroplastik in den Weltmeeren ist für ein weitverbreitetes Fischsterben verantwortlich. Versuch doch also, im Alltag auf Plastik zu verzichten. Glasflasche statt Plastik, Stofftüte statt Plastiktüte.

7. Noch mehr Ideen!

Auch, wenn es oft aussichtslos erscheint, gibt es schon viele Lösungen für einen großen Teil der Probleme des Klimawandels. Diese werden z.B. im Film "Tomorrow" sehr gut aufgegriffen. Dieser liefert dir auch noch viele weitere Ideen, was man tun kann. Ansonsten gibt es auch noch sehr viele weitere Bücher und Filme, die Lösungen liefern.

Auch wenn du jetzt vielleicht denkst, dass solche kleinen Dinge nichts verändern können, sind es doch oft die kleinen Dinge, die Großes bewirken. Es geht bei diesen Ideen nicht darum den Klimawandel zu stoppen, sondern ein Bewusstsein für unsere Umwelt zu schaffen. Denn der Klimawandel ist da, er ist nicht mehr aufzuhalten. Wir müssen also nach Lösungen suchen, wie wir mit dem Wandel umgehen können und ihn uns zu Nutzen machen. Dein Handeln schafft Bewusstsein. Das ist der Anfang.

Viel Erfolg!

  • eingestellt am 28.01.2019
Autor

Friederike, Schülerautorin für scook

  • Friederike (16 Jahre) aus Wolfenbüttel

    Pausenbeschäftigung: Lesen, Musik hören, unterhalten

    Lieblingsfächer: Deutsch, Geschichte, Politik, Mathe

    Lieblingsbücher: Die Stille meiner Worte, Fangirl
    Hobbies: Jugendparlament, Badminton, Lesen, Handarbeiten, Schreiben