Nutzung von Medien in der Schule

Vor- und Nachteile von iPads im Unterricht

Es gibt nun schon immer mehr Schulen, die Medien, wie z.B. Tablets oder Laptops, als festen Bestandteil im Unterricht nutzen.
 Schüler sitzen an einem Tisch mit Smartphone und Tablet in der Hand.
Neue Medien in der Schule

An der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg gibt es seit Beginn dieses Schuljahres die sogenannten iPad-Klassen. Diese sind bei uns die beiden Medienprofile des zehnten Jahrgangs. Die Schüler mussten sich zu Beginn des Schuljahres ein iPad zulegen, welches jetzt aktiv im Unterricht, z.B. für schriftliche Ausarbeitungen, Internetrecherche und Lösung von Aufgaben, verwendet wird. Auch die Hausaufgaben können über die Tablets erledigt werden.

An sich ist dieses eine sehr gute Sache, da auch die Arbeitswelt immer moderner wird und ein geübter Umgang mit den neuen Medien da durchaus nicht schaden kann. Jedoch hat das iPad auch einige Nachteile. So hat es z.B. das Problem, dass es keinen USB-Anschluss hat, man also keine USB-Speichermedien anschließen und benutzten kann. Ebenfalls kann man nur Software aus dem AppStore nutzen. Dies führt dann teilweise zu Schwierigkeiten. Wenn man z.B. in Informatik mit dem Programmieren anfangen will, so wird das auf dem iPad schwer bis unmöglich. Zuerst muss man eine geeignete Programmiersprache finden. Als nächstes braucht man dann eine gute App, in der man Programmieren kann. Da beginnt dann das Problem, da kaum eine gute kostenfreie Software zur Verfügung steht. Oder man möchte beispielsweise seine Dateien anderswo als auf dem iPad speichern. Hier ist dann das nächste Problem. Natürlich gibt es die Cloud, aber manchmal wäre es doch deutlich einfacher und praktischer einen USB Stick nutzen zu können, gerade dann, wenn man zu Hause keine weiteren Apple-Geräte nutzt. Einen weiteren Nachteil bietet das iPad, wenn man, wie bei uns im Medienprofil, im Seminarfach einen Radiobeitrag erstellen soll. Natürlich bietet das iPad Möglichkeiten zum Aufnehmen, jedoch eine gute und kostenlose App zum Schneiden der Audiodateien, wie bspw. Audacity gibt es nicht. Wie gesagt, gäbe es auf dem iPad auch die Möglichkeit aufzunehmen, jedoch gibt es leider keine Möglichkeit, vernünftige Mikros anzuschließen. Somit mussten wir die Aufnahmen und den Schnitt an den PCs in der Schule durchführen.

Uns hat man zu Anfang gesagt, dass man sich für die iPads entschieden habe, da es für diese am meisten Lern-Apps gäbe. Jedoch haben wir bis jetzt noch keine App genutzt, die es nicht auch auf anderen Medien geben würde.

Aber es gibt durchaus auch einige positive Aspekte an den iPads. So haben sie AirDrop. Darüber lassen sich Dateien einfach von einem iPad auf ein anderes senden. Auch bietet das iPad die Möglichkeit des AirPlay. So kann man, wenn man einen AppleTV besitzt, sein iPad damit verbinden und die Dateien dann drahtlos über einen Beamer an die Wand projizieren. Das ist zum Teilen und Besprechen von Hausaufgaben oder Unterrichtsergebnissen durchaus sehr praktisch.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass die Nutzung von Laptops, Tablets, o.Ä. im Unterricht Vorteile hat. Hierbei sollten die verantwortlichen Lehrkräfte jedoch genau überlegen, welches Medium hierbei am meisten Sinn ergibt. Sie sollte dabei vorher überlegen, wofür es gebraucht und genutzt werden würde und darauf basierend eine Auswahl treffen. Diese Auswahl sollten sie dann dem Kollegium, Schülern und Eltern präsentieren und diese dann Abstimmen lassen. So hätte man am Ende ein Medium, was die meisten Ansprüche erfüllt und mit dem alle zufrieden sind.

  • eingestellt am 25.07.2016
Autor

Lars, Schülerautor für scook

  • Lars (16 Jahre) aus Pinneberg

    Haustiere: Wellensittich, Fische

    Lieblingsbücher: Das Lied von Eis und Feuer
    Lieblingsessen: Steak, Schnitzel, Lamm, Schokolade
    Hobbies: Sport (Karate), soziale Arbeit (Schulprojekt Flüchtlingscafé)