Der richtige Umgang mit erkrankten und beeinträchtigten Schülern

Wie verhalte ich mich richtig? Wie verhalte ich mich als Erkrankter/Beeinträchtigter?

Krankheiten oder Beeinträchtigungen sind Tabuthemen in unserer Gesellschaft, dabei sind sie alltäglich. Immer mehr Menschen erkranken an Epilepsie, Diabetes, Nervenerkrankungen oder sind durch Legasthenie, ADS und ADHS benachteiligt. Es entsteht also eine Lücke in unserer Gesellschaft, unter der auch Schüler leiden, denn diese sind ebenso mit der Frage überfordert, wie sie sich in so einer Situation verhalten sollen. Dementsprechend soll der folgende Text als Aufklärung und Ratgeber fungieren.
 Zwei Schüler sitzten am Tisch im Klassenraum.
So verhälst du dich richtig gegenüber beeinträchtigten Schülern.

Wie verhalte ich mich gegenüber einem Erkrankten oder Beeinträchtigten?

1. Keine Vorurteile!

Auch Erkrankte oder Beeinträchtigte führen ein ganz normales Leben. Sieh sie als Teil der Gesellschaft und deiner Klasse an, und respektiere sie wie jeden anderen Menschen.

2. Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu!

Krankheiten und Beeinträchtigungen werden irgendwann auf jeden Menschen zukommen. Wenn du selbst in so einer Situation bist, möchtest du selbst auch respektiert und akzeptiert werden.

3. Studieren!

Erkundige dich höflich über den Erkrankten/Beeinträchtigten. Wie kam es zu der Krankheit? Wie fühlt er oder sie sich? Was muss man beachten? Kann es so was wie einen Notfall geben? Ziehe ebenso das Internet zur Hilfe, es ist immer gut seinen Horizont zu erweitern, denn viele Personen wissen oft nicht wie Krankheiten entstehen.

4. Freundeskreis!

Wenn einer deiner Freunde beeinträchtigt/erkrankt ist, nehme Rücksicht auf ihn oder sie. Unternehmt was, was euch beiden gefällt oder sucht andere Möglichkeiten, wie ihr eure Zeit verbringen könnt. Ebenfalls solltest du deinen Freund oder Freundin nicht ausgrenzen, auch wenn so was oft aussversehen passiert.

 

Wie verhalte ich mich als Erkrankter oder Beeinträchtigter generell?

1. Nimm deine Krankheit/Beeinträchtigung an!

Auch wenn es zunächst eine schockierende Nachricht ist, nur wer nach vorne schaut, kann wieder sein Leben normal weiterleben. Zwar gibt es einige Umgewöhnungen, doch nur wenn du dich akzeptierst wie du bist, kannst du in dein neues altes Leben einsteigen.

2. Triff eine Entscheidung!

Willst du offen über deine Situation reden oder ist es reine Privatsache für dich, die niemanden aus deiner Schule etwas angeht? Beziehe klar Stellung, denn nur so kannst du unnötigen Konversationen aus dem Weg gehen.

3. Du hast Rechte!

Niemand darf dich beleidigen oder angreifen, denn du bist ein volles Mitglied unserer Gesellschaft. Ebenso kannst du einen Nachteilsausgleich in der Schule beantragen, wodurch dein Nachteil durch Zeitzuschlag, Betreuungspersonen, Vereinfachung der Aufgabenstellung etc. ausgeglichen wird.

4. Vertrauensperson!

Suche dir jemanden, dem du voll und ganz vertrauen kannst. Niemand soll alleine durch eine Krankheit/Beeinträchtigung gehen.

 

Wie verhalte ich mich, wenn ich angegriffen/beleidigt werde?

1. Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Niemand hat das Recht einen Erkrankten/Benachteiligten zu beleidigen. Sieh es nicht als Selbstverständlichkeit oder logische Konsequenz an. Du bist so wie du bist und niemand darf dich deswegen angreifen.

2. Direkte Ansprache!

Sprich die Person direkt an und frag, wie es zu so was kommt. Sage was es mit dir macht, was die Person gesagt hat und bitte sie, es in Zukunft zu unterlassen.

3. Lehrer!

Kommt es zu einer Häufung der Angriffe, gehe zu einem Lehrer und bitte um Hilfe. Erkläre die Situation und erwähne, dass du dich unwohl fühlst. Und keine Sorge, denn kein Lehrer toleriert solch ein aggressives Verhalten.

4. Letzte Maßnahme!

Hört dieser Schüler oder Schülerin immer noch nicht auf? Wende dich an die Schulleitung, denn diese wird als „höchste Instanz“ Konsequenzen ziehen und dich als Beeinträchtigten in Schutz nehmen.

  • eingestellt am 26.09.2016
Autor

Annika, Schülerautorin für scook

  • Annika (17 Jahre) aus Dortmund

    Haustiere: keine, liebt Hunde

    Lieblingsmusik: alles, was sich gut anhört

    Lieblingsbücher: Engelsmorgen
    Lieblingsessen: Ben&Jerries Eis
    Hobbies: Fußball, Lesen, Sport, Schminken, Reden und vieles mehr