Unterschiede in den Schulsystemen - Vorteile und Nachteile

Deutsches Schulsystem

In Deutschland gibt es kein allgemein einheitliches Schulsystem. Jeder lernt unterschiedlich und unter anderen Bedingungen. Immer wieder sorgt das für Diskussionen, z.B. in der Politik oder bei Bewerbungen. Stärkt oder schwächt dieses System nun die Chancengleichheit?
 Viele Schüler melden sich.
Unterschiedliche Schulsysteme in Deutschland.

Das Schulsystem in Deutschland unterliegt zum Hauptteil den einzelnen Ländern. Das heißt, dass es von Bundesland zu Bundesland Unterschiede in den Schulsystemen gibt. So sind vor allem auch die Lehrpläne nicht überall gleich, was dann zu unterschiedlichen Voraussetzungen nach Abschluss der Schule führt. Dies sollte in Deutschland eigentlich nicht der Fall sein, denn hier sollten alle die gleichen Chancen haben. 

Ein weiterer Unterschied ist die Bezahlung und Anstellung von Lehrern. So werden in einigen Bundesländern Lehrer deutlich besser bezahlt als in anderen. Dies führt dann auch wieder dazu, dass in den schlechter bezahlten Ländern weniger Lehrer arbeiten bzw. arbeiten wollen. Hier kommt ein weiteres Problem dazu: In einigen Ländern bekommen Lehrer einen Festanstellungsvertrag und in Anderen nur einen Zeitvertrag, was eben diese Länder dann wieder unattraktiver für den Beruf des Lehrers macht. Aufgrund dieser beruflichen Unterschiede gibt es in einigen Ländern bereits einen Lehrermangel, welcher sich besonders in den Randgebieten zeigt. Dies führt dann dazu, dass kranke Lehrer kaum bis gar nicht vertreten werden können und somit oftmals der Unterricht ausfallen muss. Auch das führt dann wieder zu ungleichen Voraussetzungen in den verschiedenen Bundesländern. Schon aufgrund dieser Ungleichheiten sollte es ein bundesweites einheitliches Schulsystem geben, in dem der Lehrplan und die Arbeitsbedingungen geregelt sind. Dies würde dann wieder zu deutlich größerer Chancengleichheit führen, da alle nach Abschluss der Schule die gleichen Grundvoraussetzungen haben sollten und alle Abschlüsse den gleichen Wert haben. 

Des Weiteren sollte man die Fächerkonstellationen überdenken. So ist es meiner Meinung nach nicht notwendig, dass jeder in allen Fächern mehr als die Grundlagen lernen muss. Ich denke, dass z.B. bei Fächern wie Kunst und Musik man durchaus einige Grundlagen lernen sollte, aber ab der Oberstufe diese Fächer nur noch wahlweise hinzuwählen sollte. Das gleiche gilt bei den Naturwissenschaften. Bis Ende der Mittelstufe sollte man die Grundlagen gelehrt bekommen und ab der Oberstufe nur noch zwei dieser weiterführen müssen. Ebenfalls sollte man spätestens in der Mittelstufe Informatik als Pflichtfach dazubekommen und dort die Grundlagen gelehrt bekommen, denn aus der immer moderner werdenden Welt ist Informatik nicht mehr wegzudenken.
Bis zum Ende der Mittelstufe sollten also die Grundlagen gelehrt werden und die Oberstufe sollte dann mehr individuell gestaltet werden können. So könnte man sich als Schüler auf das konzentrieren was einen selbst interessiert und was einem Spaß macht.
 

  • eingestellt am 16.11.2016
Autor

Lars, Schülerautor für scook

  • Lars (16 Jahre) aus Pinneberg

    Haustiere: Wellensittich, Fische

    Lieblingsbücher: Das Lied von Eis und Feuer
    Lieblingsessen: Steak, Schnitzel, Lamm, Schokolade
    Hobbies: Sport (Karate), soziale Arbeit (Schulprojekt Flüchtlingscafé)