Politik im Unterricht

Keine Zeit für aktuelle Politik im Unterricht?

Politische Schlagzeilen, wie der Austritt der USA aus dem Pariser Pakt, gibt es fast täglich. Doch wie und in welchem Umfang sollten diese Themen im Unterricht besprochen werden?
 Eine Zeitung wird am Holztisch gelesen.
Aktuelle Nachrichten und Wissen über Politik sollten in der Schule stärker gefördert werden.

Politische Themen kommen zu kurz

Als US-Präsident Donald Trump verkündete, dass die USA aus dem Pariser Pakt austreten, verbreitete sich diese Schlagzeile schnell und sorgte überall für viele Diskussionen. In vielen Medien wurden mögliche Auswirkungen abgewogen und die Rechtlichkeit dieses Schrittes infrage gestellt.

In der Schule haben wir über dieses Thema nicht explizit gesprochen. Generell wird in der Schule immer weniger Zeit für aktuelle, politische Themen gegeben. So gibt es zwar Schulfächer wie Wirtschaft und Politik, jedoch lässt der Lehrplan selten Zeit für aktuelle Themen und Disskussionen über diese, obwohl das wichtig und auch notwendig ist.

Das Interesse der Jugend an Politik ist durchaus da, es muss aber auch genutzt werden. Natürlich ist es auch wichtig, politische Systeme und wirtschaftliche Abläufe in der Theorie durchzusprechen, doch sollte auch immer Bezug auf das hier und jetzt genommen werden. Dabei gibt es durchaus genug Möglichkeiten, aktuelle politische Themen in den Unterricht einzubinden.

Aktuelle Politik sollte kein Privileg sein

So habe ich das Glück, im Medienprofil zu sein, und somit WiPo (Wirtschaft und Politik) als profilgebendes Fach zu haben. Somit haben wir mehr Stunden WiPo die Woche, als es die anderen Profile haben. Dadurch können wir uns hin und wieder die Zeit nehmen, Themen wie den Austritt der USA aus dem Pariser Pakt detailliert zu besprechen und zu diskutieren. Dies sollte aber nicht ein Privileg der Medienprofile sein.

Ich denke, dass es wichtig wäre, bereits ab der Mittelstufe in jeder Klasse einmal die Woche aktuelle, politische Themen zu thematisieren. Das politische Interesse der Jugendlichen könnte dadurch gestärkt werden, und vor allem wäre auch für eine bessere politische Bildung gesorgt, an der es leider manchmal mangelt. So ist zum Beispiel in Kürze der G20 Gipfel, jedoch wissen viele nicht, was dieser eigentlich ist, oder wozu dieser gilt, und wer daran teilnimmt. Auch bekommt man viel von Gegendemos mit, doch wissen viele nicht, wer eigentlich warum und wogegen demonstriert.

Um solch mangelnder politischen Bildung entgegenzuwirken und das Interesse an Politik zu stärken, sollte im Schulunterricht mehr Zeit für Politik und aktuelle Themen zur Verfügung gestellt werden.

  • eingestellt am 30.06.2017
Autor

Lars, Schülerautor für scook

  • Lars (16 Jahre) aus Pinneberg

    Haustiere: Wellensittich, Fische

    Lieblingsbücher: Das Lied von Eis und Feuer
    Lieblingsessen: Steak, Schnitzel, Lamm, Schokolade
    Hobbies: Sport (Karate), soziale Arbeit (Schulprojekt Flüchtlingscafé)