Fremdsprachenprüfung einmal anders

Sprechen statt Schreiben

Ein Thema, das bei vielen Schülern wortwörtlich "in aller Munde" ist: Mündliche Fremdsprachenprüfungen sind immer häufiger Ersatz für klassische Leistungskontrollen. Doch wie sieht der Ablauf einer solchen – oft zu Unrecht gefürchteten – Prüfung aus und worauf musst du achten?
 Zwei Schülerinnen schauen in ein Heft und in ein Buch.
Mit der richtigen Vorbereitung und Einstellung erfolgreich durch die mündliche Prüfung.

Mündlichem Ausdruck und der Fähigkeit, Inhalte zu präsentieren, werden im Hinblick auf Beruf und Studium stets höhere Stellenwerte beigemessen. Viele Schulen ersetzen genau deshalb eine Klassenarbeit oder Klausur in den modernen Fremdsprachen pro Schuljahr durch eine sogenannte mündliche Prüfung.

Doch kein Grund zur Panik – der Großteil der Schülerinnen und Schüler ist sich nach einer mündlichen Prüfung einig: Die Aufregung war unbegründet, denn das Sprechen wird oft viel einfacher und auch spaßiger als eine traditionelle Klassenarbeit oder Klausur empfunden.

Aufbau und Ablauf

Die Fremdsprachenprüfungen werden entweder zusammen mit einem Partner oder in Kleingruppen abgelegt. Vor Beginn der eigentlichen Prüfung erhältst du meistens einige Minuten Vorbereitungszeit: Du kannst dich so in das aus dem Unterricht bereits bekannte Thema einarbeiten, deinen Teil der Aufgaben erledigen und die sich daran anschließende Präsentation noch einmal gedanklich proben.

Die Prüfung selbst ist meistens zweigeteilt und man unterscheidet zwischen monologischem und dialogischem Sprechen. Bei Ersterem, also dem zusammenhängenden Sprechen, trägst du die im Rahmen der Aufgabe von dir vorbereiteten Erkenntnisse vor – meist geht es hierbei um einen kurzen Text oder eine knappe Bild- beziehungsweise Cartoon-Beschreibung.

​Nach diesem Teil, der in der Regel pro Teilnehmer drei Minuten umfasst, gehst du mit deinem Partner oder der Gruppe in den Austausch: Zu einer zentralen Frage wird etwa diskutiert oder es gilt, eine gemeinsame Lösung für eine Problemstellung zu finden.

Fünf Tipps für deine Prüfung

  1. ​Bleib gelassen. Ruhige und gleichmäßige Sprache sowie Atmung erlauben dir strukturierte, professionelle und selbstsichere Antworten.
  2. Frag nach, wenn du etwas nicht verstehst. Die Prüfer sind genau wie du auf ein gutes Abschneiden bedacht und wiederholen ihre Fragen gerne.
  3. Lerne den Grundwortschatz. Mit einem soliden Vokabular stehen dir alle Möglichkeiten offen – vielfach gibt das gekonnte Umschreiben eines dir vielleicht nicht bekannten Wortes sogar besondere Bonuspunkte!
  4. Nicht auswendig lernen. Auswendig Gelerntes macht dich nur unflexibel und wird von den Prüfern schnell erkannt. Obendrein bringt es dich und andere bei falscher Wiedergabe nur durcheinander.
  5. Üben, üben, üben. Nutze die Zeit vor deiner Prüfung und simuliere mit deinem Partner oder deiner Gruppe – auch in wechselnden Rollen – die Prüfungssituation.

So wird die mündliche Prüfung zu einem Kinderspiel – und nicht zuletzt zu einer echten Chance!


  • eingestellt am 20.09.2017
Autor

Marvin, Schülerautor für scook

  • Marvin (18 Jahre) aus Greven

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