Technik in der Oberstufe

Eine Schule wird digital

Technik spielt heutzutage eine immer größere Rolle. So gut wie jeder hat ein Smartphone und WLAN gibt es fast überall. Immer mehr Schulen statten sich mit Beamern oder Computerräumen aus. In Schleswig-Holstein gibt es seit diesem Schuljahr an einem Gymnasium ein neues System: BYOD.
 Mädchen hält Tablet in Händen.
BYOD-Projekte bieten vielfältige Möglichkeiten für interaktiven und digitalen Unterricht.

BYOD – Bitte was?

Die Abkürzung steht für "Bring your own device". Das bedeutet also, dass jeder Schüler in der Oberstufe ein eigenes Endgerät mitbringt. Was genau, kann jeder Schüler selbst entscheiden. Egal ob nun Laptop, Tablet oder Handy – solange es die Anforderungen erfüllt, kann man das Gerät mitbringen. Die Anforderungen an das Gerät beinhalten zum Beispiel einen Speicher von mindestens 16 GB und eine Akkulaufzeit von acht Stunden. Auf diesem Gerät kann dann jeder einzelne Schüler sein "digitales Heft" führen. Dadurch werden Informationen kompakter und können auch leichter ausgetauscht werden.

​Total neues System?

Die Idee zu BYOD ist natürlich nicht einfach so entstanden: Vor drei Jahren wurde die erste iPad Klasse eingeführt. 14 Schüler und 14 Schülerinnen arbeiteten täglich mit dem iPad. Die Schulbücher wurden digital eingesehen, Hefte und Ordner gab es nur noch in manchen Fächern, und statt an die Tafel wurden Aufgaben über den Beamer projiziert. In den darauf folgenden Jahrgängen wurden wieder iPad Klassen eingerichtet. Mit dem Ende der Mittelstufe war das Projekt iPad Klasse erstmals abgeschlossen. Damit sie nun aber weiter digital arbeiten konnten, und vor allem auch andere Schüler und Schülerinnen, wurde das Projekt BYOD ins Leben gerufen.

​Was verändert sich an der Schule?

Damit nicht nur einzelne Schüler sondern auch ganze Klassen technisch arbeiten können, wurde in jedem Klassenraum ein Fernseher angebracht. Außerdem wurde in der ganzen Schule WLAN eingerichtet. Ins Internet können die Schüler aber nur, wenn ein Administrator (Lehrer) sie freigeschaltet hat. Damit das geht, müssen die Geräte der Schüler registriert werden. Während des Unterrichts können also keine WhatsApps verschickt oder private Videos angeschaut werden.

​Lösung vor Problemen!

Natürlich wird es in den ersten Monaten zu Komplikationen kommen und dadurch auch zu Verzögerungen. Damit Schüler bei Problemen nicht immer einen Lehrer holen müssen, wurde bereits im letzten Schuljahr eine neue AG gegründet: Die IT-Scouts. Das sind Schüler und Schülerinnen die wöchentlich in der Pause versuchen, technische Probleme von Mitschülern zu lösen. Um Teil der AG zu sein, muss man kein technisches Genie sein, man sollte sich aber mit mindestens einem Betriebssystem gut auskennen.

​Eine komplett digitale Schule?

Natürlich muss nicht jeder Schüler in der Oberstufe ein eigenes Gerät mitbringen. Wer möchte, kann auch weiterhin auf Papier schreiben. Jedoch bringt dieses Projekt viele Vorteile mit sich: Wenn man zum Beispiel im Unterricht mit einem Video arbeitet und sich ungestört konzentrieren möchte, kann man an das mitgebrachte Gerät einfach Kopfhörer anschließen und im eigenen Tempo arbeiten. Und auch das ewige Kopieren hat ein Ende! Arbeitsblätter können sich die Schüler mit ihrem Account vom Schulserver runterladen und direkt in ihr digitales Heft einfügen. Die Möglichkeiten sind also sehr vielfältig.

​Fazit

Ich finde das Projekt sehr interessant und bin gespannt, wie BYOD das Schüler-Dasein verändert. Außerdem finde ich es sehr wichtig, dass sich das Schulsystem mit der Gesellschaft entwickelt und nicht in der Vergangenheit hängen bleibt.

  • eingestellt am 08.11.2017
Autor

Sophie, Schülerautorin für scook

  • Sophie (15 Jahre) aus Oldesloe

    Lieblingsmusik: Taylor Swift, Bruno Mars

    Lieblingsessen: Crêpes
    Hobbies: Tanzen, Musik hören, Freunde treffen

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