Gibt es den idealen Arbeitsplatz?

Der perfekte Arbeitsplatz

Sicherlich habt ihr alle schon mal einen Artikel zum idealen Arbeitsplatz gelesen und erwartet jetzt auch hier nichts anderes. Leider muss ich euch da enttäuschen. Ich werde euch nicht sagen, dass ein aufgeräumter und ordentlicher Schreibtisch mit genügend Licht und wenig Ablenkungsfaktoren eure Motivation oder gar euren Schulerfolg steigert.
 Ein Mädchen sitzt mit einem Notebook auf dem Boden und eine Katze liegt daneben.
Es muss nicht immer der Schreibtisch sein - lernen funktioniert dort, wo man sich wohlfühlt.

Die Tipps von Erwachsenen zu einem perfekten Arbeitsplatz kennen wir alle. (Am aufgeräumten Schreibtisch gerade sitzen und konzentriert arbeiten.) Aber haben sie recht? Ich glaube nicht. Und damit bin ich nicht alleine: auch in der Hirnforschung gibt es inzwischen gegenteilige Erkenntnisse.

Mein idealer Arbeitsplatz - überall 

Für mich ist mein idealer Arbeitsplatz immer da, wo ich gerade bin. Wenn ich also noch Hausaufgaben zu erledigen habe, es spät ist und die Aufgaben nicht zu viel Schreibarbeit erfordern, dann setze ich mich gerne in mein Bett. Wenn ich viel schreiben muss, setze ich mich meist an meinen Schreibtisch und Lernzettel schreibe ich lieber auf dem Sofa oder in meiner Leseecke. Bei Referaten sitze ich manchmal auf dem Boden oder auch gerne mal auf der Terrasse. Im Sommer lerne ich manchmal sogar auf dem Trampolin. (Ich weiß das ist ein bisschen verrückt, aber sehr lustig. Probiert es einfach mal aus!)

Ihr seht also, lernen kann man überall. Es kommt gar nicht so sehr darauf an, wie ordentlich oder ablenkungsfrei euer Umfeld ist, sondern darauf, ob ihr euch wohlfühlt. Weiterhin trägt ein kontinuierlicher Wechsel des Arbeitsplatzes dazu bei, dass euch das Gelernte länger im Kopf bleibt, da eurem Gehirn durch das neue Umfeld neue Verknüpfungsmöglichkeiten geboten werden. 

Lernen lebt von Abwechslung! 

Ihr solltet also nicht zu lange am Stück an einer Sache arbeiten, sondern zwischendurch Pausen machen, vielleicht auch einmal nach draußen gehen. Frische Luft und Bewegung tun eurem Gehirn sehr gut. Überhaupt ist beim Lernen nur eins wichtig: Dass ihr eurem Gehirn möglichst viele Verknüpfungsmöglichkeiten bietet. Bewegung hilft euch dabei. Wenn ihr also das nächste Mal Vokabeln lernen müsst, dann probiert doch mal, euch ein paar Vokabeln zu merken, während ihr Springseil springt, Handstand macht, Fußball spielt. Diese Art des Lernens ist nicht nur sehr effektiv, sondern macht sogar Spaß. Anders als am Schreibtisch zu sitzen und zu verzweifeln. 

Alles in allem ist es eure Entscheidung, wo und wie ihr lernt. Ich möchte euch nur zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt und ihr nicht an Konventionen festhalten müsst. Eurer Fantasie sind bei der Auswahl eures Arbeitsplatzes fast keine Grenzen gesetzt. Der einzige Grundsatz, der gilt ist: Jeder lernt anders, also finde deinen perfekten Arbeitsplatz! 

Viel Spaß beim Ausprobieren all der verschiedenen Arbeitsplätze!

  • eingestellt am 26.11.2018
Autor

Friederike, Schülerautorin für scook

  • Friederike (17 Jahre) aus Wolfenbüttel

    Pausenbeschäftigung: Lesen, Musik hören, unterhalten

    Lieblingsfächer: Deutsch, Geschichte, Politik, Mathe

    Lieblingsbücher: Die Stille meiner Worte, Fangirl
    Hobbies: Jugendparlament, Badminton, Lesen, Handarbeiten, Schreiben

Mehr zum Thema