Reisen nach dem Abi – Teil 3

Europa via Interrail: Die besten Extra-Tipps

Im dritten und letzten Teil unserer Serie haben wir noch ein paar wertvolle Zusatztipps für dich: kleine Tricks, Ratschläge und Empfehlungen für eine wirklich gelungene Interrail-Tour.
 Ein junges Paar winkt aus dem Zug heraus seinen Freunden zu
Europa via Interrail: Die besten Extra-Tipps

Interrail-Reisen leicht(-er) gemacht: Die besten Tipps

In Teil eins unserer Serie hast du dich schlau gemacht, was es mit diesem verrückten Interrail Pass so auf sich hat. Mithilfe des zweiten Teils hast du Schritt für Schritt deinen eigenen Reiseplan erstellt. Bleibt uns nur, dir noch ein paar Zusatztipps mit auf den Weg zu geben: So wirst du Interrail reisen wie ein Profi.

Sei kein Esel: Weniger ist mehr

Je länger du unterwegs sein wirst, desto mehr wirst du vermutlich einpacken wollen. Viel cleverer ist es aber, wenn du so wenig wie möglich an Gepäck mitnimmst – immerhin bist du kein Packesel und willst auch nicht mit hochrotem Kopf und aus dem letzten Loch pfeifend im Hostel ankommen. Je weniger du schleppen musst, desto leichter (ha!) wird deine Reise. Kleiner Selbsttest: Taschen, Rucksäcke und/oder Koffer, die du nicht allein aufs Bett heben kannst, würdest du auch nie allein in die Bahn hieven können. Pack lieber schlau als umfangreich!

Tempo runter: Mach mal Pause

So viel zu sehen, so viel zu erleben – da kann der Reiseplan schon mal aus allen Nähten platzen. Tu dir selbst aber den gefallen und plane genug Atempausen ein. Wenn du von Metropole zu Metropole hetzt, lässt du dir selbst gar keine Zeit, die Städte zu genießen und die vielen schönen Sehenswürdigkeiten auf dich wirken zu lassen. Kombiniere lieber große Touri-Highlights mit kleineren Örtchen und Zwischenzielen. Achte außerdem darauf, das Reisen von Station zu Station nicht zu schnell zu takten.

Zur Reisemitte hin freust dich vermutlich über drei Tage am Strand oder in den Bergen, an denen du mal kein straffes Programm hast. Auch am Ende deiner Reise kannst du dein Abenteuer ganz bewusst mit ein paar ruhigen Tagen ausklingen lassen. Denn so schön das Reisen ist: Es wird auch schnell anstrengend und hektisch.

Unbekannte Wege: Ruhig mal gegen den Trend

Am beliebtesten sind natürlich Südeuropa-Touren und Trips zu großen Städten. London – Paris – Rom oder Amsterdam – Paris – Barcelona – Wien sind klassische Interrail-Strecken. Es lohnt sich aber auch, einmal abseits der typischen Wege zu schauen, zum Beispiel im Osten Europas. Von Berlin aus bist du schnell in Prag und auch Krakau ist eine Reise wert. Wien kannst du dann natürlich auch noch mitnehmen – und danach vielleicht mal in Richtung Budapest fahren. Für ein paar schöne Tage am Meer eignet sich übrigens auch Kroatien gut. Du siehst: Es müssen nicht immer die "Mainstream-Klassiker" sein.

Flexibel bleiben: Genauer hinschauen lohnt sich

Gerade wenn du in der Nebensaison und/oder in "ausgefalleneren" Regionen unterwegs bist, kannst du auch einfach vor Ort nach Unterkünften suchen. Die erste Unterkunft buchst du am besten noch von zu Hause, das beruhigt und hilft dir, erst mal entspannt im Reisemodus anzukommen. Mit ein bisschen mehr Erfahrung und "im Groove" bist du dann aber vielleicht froh, wenn noch nicht alles vorgezeichnet ist. Vielleicht lernst du nette Leute kennen und teilst dir mit ihnen ein Hostel-Zimmer. Oder du findest vor Ort eine ganz süße kleine Pension. Auch ein guter Kompromiss: Du buchst nicht alles fix von zu Hause, aber auch nicht erst tagesaktuell vor Ort – sondern unterwegs online. Bei der Auswahl deines Tickets solltest du übrigens ebenfalls offen bleiben: Gerade in Osteuropa kannst du so günstig reisen, dass du vielleicht sogar günstiger ohne einen Interrail-Pass wegkommst.

Wachsam bleiben: Nur nichts verlieren

Geld weg, Pass weg – das ist für jeden Reisenden das Horrorszenario. Für den Interrail Pass stellt dir die Bahn außerdem keinen Ersatz aus – weg ist weg. Achte also gut auf deine Wertsachen. Geld, Reisepass, Interrail Pass und was immer noch absolut existenziell ist trägst du am besten am Körper. Und damit meinen wir natürlich nicht, dass du sie locker aus deiner Gesäßtasche schauen lässt.

Pack außerdem Vorhängeschlösser ein, mit denen du deine Gepäckstücke verschließen und Dieben die Sache zumindest schwerer machen kannst. Oft gibt es auch Schließfächer am Bahnhof oder in großen Shoppingzentren. Oder du kannst dein Gepäck im Hostel abstellen – natürlich entsprechend zusätzlich verschlossen.

Von wichtige Dokumenten nimmst du außerdem noch eine zusätzliche Kopie mit, "oldschool" auf Papier und am besten auch noch einmal digital im Postfach. So bist du bestens abgesichert – und deinem Abenteuer steht nichts mehr im Weg!

Quellen: In Anlehnung an:

"10 Ratschläge für deine Interrail-Reise"Stand: 10/2015, www.kusafiri.at/10-ratschlaege-interrail/
"Interrail: Mit dem Zug durch die Welt",http://www.merkur.de/reise/reisetipps/interrail-ticket-bahn-durch-welt-zr-797684.html