Achtsamkeit & Selbstbewusstsein

Komplimente-Challenge: 10 nette Ideen

Ein nettes Wort, ein schönes Lob, ein kurzes Kompliment: Kleine Liebenswürdigkeiten machen Freude, stärken unser Selbstbewusstsein und tun einfach gut. Mit diesen zehn Ideen für einen (noch) netteren Umgang mit dir selbst und anderen kannst du die "Komplimente-Power" sofort ausprobieren.
 Vier Jugendliche strecken den Arm in die Mitte zum High five.
"Komplimente Power" im Umgang mit anderen.

Kleine Komplimente, große Wirkung – für Selbstwahrnehmung und Miteinander

Von einem simplen "Toller Pulli!" bis hin zu "Große Klasse, wie du das jetzt gemeistert hast!": Ein nettes Wort ist schnell gesprochen – und bewirkt so viel! Ganz gleich, ob du etwas für einen (noch) netteren Umgang miteinander tun möchtest, oder deinen Alltag achtsamer und wertschätzender gestalten willst: Mit den folgenden Ideen erlebst du die erstaunliche Wirkung kleiner Komplimente direkt selbst.

Komplimente-Challenge: 10 Ideen und Herausforderungen – nicht nur zum Welttag des Kompliments

1.              Die Komplimente-Post

Als Einstieg und zum Warmlaufen verschickst du drei Komplimente an Freunde oder gute Bekannte. Ob kurze WhatsApp-Nachrichten oder handschriftliche Postkarten: Notiere jeweils die erste Nettigkeit, die dir spontan einfällt, und schick sie direkt ab. Beobachte einmal: Wie reagieren die Empfänger? Und was bewirkt das bei dir?

2.              Das Eigenlob  

Viel besser als sein Ruf: das Eigenlob. Mach dir selbst ein Kompliment. Wenn du sonst sehr kritisch mit dir umgehst und es dir schwerfällt, ein nettes Wort für dich zu finden, wechsle doch mal die Perspektive: Stell dir vor, du wärst ein guter Freund bzw. eine gute Freundin. Was würdest du dann zu dir sagen?

3.              Das Wunschkompliment

Überleg einmal ganz ehrlich: Was würdest du gerne über dich hören, welches Kompliment würde dich wirklich freuen? Genau dieses Kompliment machst du dir ab sofort jeden Morgen und jeden Abend selbst vor dem Spiegel. Zieh nach einer Woche oder 14 Tagen eine erste Bilanz: Wie hat es sich angefühlt und wie hat sich deine (Selbst-)Wahrnehmung dadurch verändert? 

4.              Das Fremdkompliment

Trau dich und mach drei Menschen eine Freude: Als vierten Punkt der Challenge machst du drei fremden Menschen Komplimente. Das kann der Typ auf dem Schulhof mit den coolen Sneakers sein, der dir vorher noch nie aufgefallen ist. Oder die Verkäuferin im Backshop, die die leckersten Schokocroissants verkauft. Beobachte, wie die Leute reagieren – und wie du selbst dich damit fühlst.     

5.              Das Familienkompliment

Mach auch Familie und Freunden – also den Menschen, mit denen du zu Hause Zeit verbringst – mal bewusst Komplimente; von "Mama, du hast toll gekocht!" bis "Du hast einfach die coolste Musiksammlung!". Wie reagieren die Empfänger und wie verändert sich die Atmosphäre?

6.              Der Selbstcheck

Achte für eine bestimmte Zeit (beispielsweise eine Woche) einmal ganz bewusst darauf, wie du mit dir selber redest. Wann immer du etwas Negatives denkst, etwa: "War ja klar, dass ich die Matheaufgaben wieder nicht kapiere!", konterst du sofort mit einem Kompliment – zum Beispiel: "Aber dafür war mein Deutschaufsatz der Knaller!". Wie wirkt sich das auf dein Selbstbewusstsein aus?

7.              Das Annehmen

Übe auch, Komplimente offen anzunehmen – ohne dich dabei klein zu machen ("Findest du? Ich finde ja, dass ich heute gar nicht gut aussehe …") oder reflexartig ein Gegenkompliment auszusprechen ("Oh, äh, du siehst aber auch super aus."). Wenn du ein Kompliment bekommst, sag einfach nur ehrlich Danke – und genieße die netten Worte. Bonus-Tipp: Wenn dein Umfeld mit Komplimenten eher geizig ist, frag ruhig gezielt einen Freund oder eine Freundin, was er oder sie gerne an dir mag. Nur keine falsche Scheu!

8.              Das Nachbar-Kompliment

Mach in der Schule deinen beiden Sitznachbarn rechts und links von dir ein Kompliment. Wichtig dabei: Es soll eine ernst gemeinte Nettigkeit sein. Denk also ruhig in Ruhe nach und mach deinen Sitznachbarn dann echte Komplimente. Schau auch hier wieder: Wie reagieren sie? Wie verändert sich die Atmosphäre?

9.              Das Profi-Kompliment

Jetzt, wo du schon Profi im Komplimente-Machen bist, kannst du dich noch zusätzlich herausfordern: Versuch mal, nicht nur floskelhafte, offensichtliche oder "typische" Komplimente zu machen, wie etwa "Toll gemacht!" oder "Coole Jacke!". Überleg mal, welche wirklich persönlichen Komplimente dir für deine Freunde, Familie und Bekannte einfallen – und dann lass sie wissen, was du so an ihnen magst und bewunderst!

10.             Die Komplimente-Liste

Die letzte Aufgabe: Leg deine persönliche Komplimente-Liste an und sammle 20 Komplimente an dich selbst. Was hast du gut gelöst, was kannst du gut und was magst du an dir? Bewahr deine Liste an einem Ort auf, an dem du sie ganz schnell griffbereit hast. Wenn du dann mal wieder an dir selber (ver-)zweifelst, nichts rund laufen will und der Frust riesig ist, erinnert dich die Komplimente-Liste an deine vielen positiven Eigenschaften, Talente und Erlebnisse. 

Du siehst: Es gibt viele schöne Gelegenheiten für ein paar nette Worte. Egal, ob du die ganze Challenge schaffst oder erst mal nur ein paar Ideen in Angriff nimmst: Es lohnt sich ganz bestimmt. Leg einfach los – und schau selbst, wie viel Komplimente bewirken und verändern können!

  • eingestellt am 01.03.2018
Autor

scook