Unterrichtseinheit, Kinostart 20. September 2018

Film "Wackersdorf"

WACKERSDORF ist ein packendes Polit-Drama über die Hintergründe, die zu dem legendären Protest gegen den Bau der WAA in der Oberpfalz führten. An Originalschauplätzen im Landkreis Schwandorf gedreht, verfolgt der Film die Geburtsstunde der zivilen Widerstandsbewegung in der BRD.
 Filmplakat von dem Film Wackersdorf.
Wackersdorf

Hinweise für den Unterricht

Genre: Dokumentarfilm 

Altersempfehlung: ab 6 Jahre 

Klassenstufe: ab 9. Klasse

Fächer: Deutsch, Ethik/Religion, Geschichte, Sozialkunde/Politik, Kunst

Themen: Politik, Geschichte, Protest, Demokratie, Verantwortung, Gewissen, Atomkraft, Umweltbewegung, Lobbyismus, Bürgerinitiativen und ziviler Widerstand 

Kurzinhalt

Oberpfalz in den 1980er Jahren: Die Arbeitslosenzahlen steigen und der Landrat Hans Schuierer steht unter Druck, Perspektiven für die Bevölkerung zu schaffen. Da erscheinen ihm die Pläne der Bayerischen Staatsregierung wie ein Geschenk: In der beschaulichen Gemeinde Wackersdorf soll eine atomare Wiederaufbereitungsanlage (WAA) gebaut werden, die wirtschaftlichen Aufschwung für die ganze Region verspricht.

Doch als der Freistaat ohne rechtliche Grundlage mit Gewalt gegen Proteste einer Bürgerinitiative vorgeht, die sich für den Erhalt der Natur in ihrer Heimat einsetzt, steigen in Schuierer Zweifel auf. Vielleicht ist die Anlage doch nicht so harmlos wie behauptet. Er beginnt nachzuforschen und legt sich mit der mächtigen Strauß-Regierung an.

Anknüpfungspunkte für die pädagogische Arbeit

Vor dem Hintergrund eines historischen Ereignisses greift WACKERSDORF einige Themen auf, die noch heute relevant sind. Er plädiert für eine gewissenhafte Politik und setzt vor allem Bürgerbewegungen ein Denkmal, die sich gegen politisch aufgezwungene Entscheidungen wehren, mehr Mitspracherecht und Demokratie einfordern. Heut so wichtig, wie damals. 

Das vorliegende Material vermittelt Anregungen, um sich einerseits mit der konkreten filmischen Erzählung auseinanderzusetzen. Andererseits soll angeregt werden, wie die künstlerische Modellkonstruktion als produktiver Impuls für die eigene Lebenswelt erschlossen werden kann.

Grundlage für diesen Ansatzpunkt ist der Gedanke, dass Filme unser Wissen über die Realität erweitern. Somit können sie entscheidend zur Entwicklung des Menschen beitragen, da diese in der Auseinandersetzung mit der gesamten wahrgenommenen Realität erfolgt. Damit ist das Filmsehen als aktiver Zugang zu betrachten, bei dem der Zuschauer das im Kunstwerk Erlebte permanent symbolisch auf seine eigene soziale Umwelt überträgt. Das geschieht zuerst auf emotionalem Weg. Erst in zweiter Linie erfolgt eine kognitive Durchdringung. Die Auseinandersetzung in der Gruppe wirkt als Katalysator innerhalb dieses Aneignungsprozesses. Sie stellt von daher einen gemeinsamen Gewinn dar. 

Den Trailer zum Film können Sie hier anschauen.

Weitere Informationen zum Film finden Sie hier

  • eingestellt am 19.09.2018
Autor

scook