Schreibanregungen für die ersten beiden Jahrgangstufen

Kinder entdecken die Schriftsprache

Ob Kinder einen motivierten und freudbetonten Zugang zur Schriftsprache erwerben, hängt wesentlich davon ab, wie es in den ersten beiden Schuljahren gelingt, einerseits motivierende Lesetexte in den Unterricht einzubeziehen und andererseits zur eigenen Textproduktion herauszufordern. Lesen und Schreiben als sich ergänzende Tätigkeiten führen die Schüler in die Komplexität der Schriftsprache ein. Der folgende Beitrag gibt Beispiele dafür, wie Texte als Schreibanregungen fungieren können und geschriebene Sprache zum Lesen motiviert.
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Bild: Shutterstock/natuska

Einführung

Lesen und Schreiben bilden im Anfangsunterricht der Grundschule eine Einheit. Das Konzept des "Lesens durch Schreiben", wie es durch Jürgen Reichen entwickelt wurde (vgl. Reichen 2001), räumt in diesem Zusammenhang dem Schreiben einen besonderen Stellenwert ein. Die Kinder lernen mit der Anlauttabelle, wie gesprochene Sprache aufgeschrieben wird. Trotzdem ist das Lesen dabei weit mehr als nur ein "Begleitprodukt". Schwerpunkte eines Unterrichts, der das Schreiben als Ausgangspunkt für das Lesen versteht, sind das Anregen zum Schreiben in vielfältigen Schreibmodi, die Wortschatzerweiterung und Begriffsbildung, die Wahrnehmungs- und Konzentrationsschulung und die Hinführung zu einer aufgabenadäquaten Arbeitshaltung. Ludwig (1994) arbeitet fünf Schreibmodi heraus, die in verschiedenen Schreibsituationen zum Schreiben und Lesen herausfordern

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  • eingestellt am 24.03.2014
Autor

PD Dr. Silke Pfeiffer
Pädagogisches Kolleg Rostock

  • Quelle

    Dieser Artikel stammt aus dem Grundschulmagazin 1/2012. Die aktuelle Ausgabe finden Sie auf www.oldenbourg-klick.de.

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