Umziehen für Studium oder Ausbildung

Die wichtigsten Umzugs-Tipps – Teil 2: Umzugstag

Im ersten Teil unserer Serie haben wir dir allerhand Wissenswertes rund um Auszug, Umzug und die erste eigene Bleibe verraten. Aber auch für den Umzugstag selbst haben wir noch ein paar wertvolle Tipps, für die du uns noch sehr dankbar sein wirst!
 Junges Paar mit Umzugskartons auf dem Kopf
Die wichtigsten Umzugstipps - Umzugstag

Umziehen wie ein Profi: So geht es stressfrei und effizient

Umzüge sind für die meisten ein Graus. Es gibt jede Menge zu bedenken – siehe Teil 1 unserer Umzugs-Tipps – und der Umzugstag an sich schwankt oft zwischen chaotisch und stressig. Das ist aber völlig unnötig: Denn mit der richtigen Vorbereitung und ein paar schlauen Tricks geht es auch unkompliziert und ganz entspannt!

1. Den Umzugstermin richtig wählen

Schon klar: Viele Helfer und auch arbeitende Eltern haben nur am Wochenende frei. Trotzdem solltest du dir schon bei der Terminsuche ein paar Gedanken mehr machen. An einem Sonntag für Gepolter und Rabatz zu sorgen, ist kein guter Einstand bei deinen neuen Nachbarn. Außerdem solltest du schauen, dass eventuell wichtige Ansprechpartner auch tatsächlich vor Ort sein werden. Hat der Hausmeister im Studentenwohnheim zum Beispiel schon längst Feierabend, wenn ihr eintrudelt, wird die Sache unnötig kompliziert.

2. Transport und Parkplätze rechtzeitig organisieren

Vielleicht fährt in deinem Bekanntenkreis jemand ein großes Auto und ihr bekommt alles hinein. Wahrscheinlicher ist es aber, dass du dich um einen ausreichend großen Transporter für deine Möbel kümmern musst. Schau rechtzeitig nach dem richtigen Miettransporter und lass ihn dir zum Beispiel bei der Spedition deines Vertrauens fix reservieren. Wenn du selbst den Wagen nicht fahren darfst, organisier dir einen Fahrer, der es darf und es sich zutraut. Im ersten Teil hatten wir für Studenten übrigens auch schon den AStA empfohlen – über ihn kannst du ggf. noch günstiger ein Fahrzeug mieten.

Eine chaotische Parksituation lässt die Umzugsnerven ganz schnell blank liegen. Nichts ist schlimmer, als am Ende der Welt oder besonders "abenteuerlich" (sprich: mit der Angst vor Polizei oder Politessen im Nacken) parken zu müssen. Die Lösung: Kümmre dich im Vorfeld um ein temporäres Halteverbotsschild für deinen Umzugstag. Über Ordnungsamt oder Polizei kannst du dir so einen Parkplatz vor dem Haus für deinen Umzug sichern lassen.

3. Genug Kartons bereit halten – und bewusst packen

Neben einem Transporter und netten Helfern brauchst du vor allem jede Menge Kartons und Polstermaterial (wie zum Beispiel Luftpolsterfolie und Packpapier), um deine Habseligkeiten sicher zu verstauen und zu transportieren. Aber: Umzugskartons sind überraschend teuer. Deshalb lohnt es sich, im Vorfeld immer mal wieder bei eBay Kleinanzeigen zu schauen oder bei Umzumgsunternehmen nach gebrauchten Kartons für kleines Geld zu fragen.

Sei beim Packen dann lieber ein bisschen zu genau als zu entspannt. Gedanken wie "Ach, Omas alter Spiegel wird schon heil bleiben!" rächen sich leider meistens bitter. Sei also nicht geizig mit Packpapier und Polster und schau, dass du empfindliche Sachen nicht zusammen mit schweren oder allgemein "gefährlichen" Gegenständen verstaust.

Klassischer Anfängerfehler außerdem: Es ist keine gute Idee, ganze Kisten voller Bücher zu packen. Die kann hinterher nur noch der Hulk in den vierten Stock tragen. Denk also lieber schon beim Packen ans Schleppen und mach bei jeder Kiste einen kurzen Hebetest. Wenn du sie nicht halbwegs entspannt anheben und problemlos einige Sekunden halten kannst, pack zur Sicherheit lieber um. Ein weiterer Fehler, den du vermeiden solltest: Wickel die Kartons nie von allen Seiten in Klebeband ein. Die Eingrifflaschen rechts und links sind nicht aus ästhetischen Gründen da, sondern damit du die Kisten wirklich sicher greifen kannst. Tu dir also selbst den Gefallen und kleb sie nicht versehentlich ab.

Das Kistenpacken erledigst du am besten spätestens am Tag vor deinem Umzug. Mit dem Schleppen und Transportieren habt ihr garantiert genug zu tun – sorg also dafür, dass alles gepackt ist und ihr direkt starten könnt. Wenn du dich einige Tage im Voraus kümmerst, kannst du auch gleich noch in Ruhe aussortieren und ggf. noch den Sperrmüll bestellen. So hinterlässt du deinen Eltern keine Berge alter Sachen, von denen du dich innerlich eh schon verabschiedet hast.

4. Den Einzug clever gestalten

Den Einstand in deiner neuen Bleibe machst du dir selbst deutlich leichter, wenn du deine Umzugskartons beim Packen sinnvoll beschriftest. Jeden Karton stellst du dann in das Zimmer, in das der Inhalt gehören soll. Töpfe ins Bad zu stellen und die Kiste mit Bettbezügen in die Küche, sorgt nur für unnötiges Chaos. Neben der Formel "Alle Kisten in die Räume, in die sie wirklich sollen" gilt außerdem: Was du am dringendsten brauchst, muss auch am einfachsten erreichbar sein. Räum in die Ecken bzw. hinten an die Wände also immer zuerst die Kisten, an die du nicht so schnell dran musst. Das, was du sofort brauchen wirst, stellst du dann als letztes nach ganz vorne – so hast du es direkt griffbereit.

Für einen guten Start solltest du übrigens auch beim Umzug an deine neuen Nachbarn denken. Leg ggf. Schutzfolien im Treppenhaus aus (und nicht nur in deiner eigenen Wohnung, um den Teppich zu schonen) oder feg bzw. wisch wenn nötig zum Schluss einmal kurz durch. Halte dich an die Mittagsruhe von 13–15 Uhr und sorg dafür, dass du spätestens ab 22 sowie Sonn- und Feiertags keinen Lärm machst. Samstagnacht noch Löcher in die Wand zu bohren, bringt dir nämlich auf keinen Fall Sympathiepunkte. Achte auch darauf, die anderen Bewohner so wenig wie möglich einzuschränken – und nicht etwa erst mal alle sperrigen Möbel ins Treppenhaus zu stellen, damit ja keiner mehr durch kommt.

5. Die Helfer gut verpflegen – und dich anständig bedanken

Neben deinen neuen Nachbarn solltest du dann auch noch an deine fleißigen Helfer denken: Genug Verpflegung, ein dickes Danke und ggf. ein "Feierabendbier" (das auch eine Runde Pizza sein kann) gehören zu einem erfolgreichen Umzug ebenfalls dazu!

Quellen: In Anlehnung an:

"Umzug für Studenten – Als Student clever umziehen", von Deutsche Post, https://www.umziehen.de/umzugstipps-studenten-umzug/

"Wohnen – Umzugs-Checkliste" von Studis online, http://www.studis-online.de/StudInfo/umzugs-checkliste.php


  • eingestellt am 07.07.2016
Autor

scook