Berufsberatung und Berufsorientierung

Zehn beliebte Ausbildungsklassiker

Bankkaufmann oder Verkäufer: Es gibt Ausbildungsberufe, die sind jedes Jahr wieder besonders beliebt. Zehn Dauerbrenner haben wir einmal herausgesucht. Für alle, die auf Nummer sich gehen wollen – und natürlich auch für alle, die einfach neugierig sind, wofür sich andere gerne entscheiden.
 Ein Automechaniker und eine Bürokauffrau stehen nebeneinander.
Zehn beliebte Ausbildungsklassiker

Zehn beliebte Ausbildungsberufe: Dauerbrenner und Klassiker bei der Berufswahl

Beim Zocken und beim Shoppen riskierst du gerne mal was, bei der Berufswahl willst du aber lieber auf Nummer sicher gehen? Dann geht es dir wie vielen anderen (angehenden) Azubis auch. Denn die meisten entscheiden sich für einen der "bewährten" Ausbildungsberufe. Hier kommen zehn bunt gemischte Ausbildungsklassiker, die jedes Jahr wieder beliebt sind:

1. Einzelhandelskauffrau/-kaufmann 

Als Kauffrau oder Kaufmann im Einzelhandel bist du – der Name verrät es schon – mittendrin im Handel. Ob Supermarkt, Baumarkt oder Kaufhaus: Hier dreht sich alles ums Verkaufen und Beraten. Am beliebtesten sind Stellen bei größeren Unternehmen, wie beispielsweise Aldi oder Rewe. Dort kannst du oft viele Stationen durchlaufen und hast später häufig gute Übernahme- und Aufstiegschancen.

2. Kraftfahrzeugmechatroniker/-in

Die Ausbildung zur KFZ-Mechatronikerin bzw. zum KFZ-Mechatroniker gibt es mit verschiedenen Schwerpunkten: Karosserietechnik, Motorradtechnik, Nutzfahrzeugtechnik, System- und Hochvolttechnik sowie Personenkraftwagentechnik. Prüfung, Wartung, Reparatur aber zum Beispiel auch der Einbau von Sonderausstattung gehört zu deinem Tagesgeschäft. Als weitere Perspektive kannst du übrigens auch eine Weiterbildung zum Meister absolvieren. 

3. Bankkauffrau/-kaufmann 

Bankkaufleute sind klassischerweise in Banken, Sparkassen und Bausparkassen beschäftigt. Du hast kein Problem mit der eher spießigen Kleiderordnung und berätst gerne Kunden zu etwas komplexeren Sachverhalten bzw. Produkten? Dann kannst du hier einen anspruchsvollen und oft sicheren und gut bezahlten Job finden. Banken und Sparkassen bieten intern häufig gute Weiterbildungs- und Aufstiegschancen. Und wer von der Arbeit dort genug hat, kann auch bei Versicherungen oder Immobilienvermittlungen unterkommen. 

4. Friseur/-in 

Friseurin bzw. Friseur lernen nach wie vor viele Auszubildende. Dabei geht es mittlerweile um mehr als nur das Haareschneiden: Friseure/Friseurinnen beraten ihre Kunden rund um das individuelle Styling und kümmern sich oft auch gleich um Fingernägel, Make-up & Co. Das vergleichsweise niedrige Gehalt schreckt vielleicht ein wenig ab. Immerhin: Du kannst dich zum Friseurmeister bzw. zur -meisterin weiterbilden und dich auch mit einem eigenen Betrieb selbstständig machen. 

5. Verkäufer/-in 

Fachverkäufer/-innen kümmern sich um das Beraten und Verkaufen in ihrem Fachgebiet, aber auch um die Qualitätskontrolle, Service und Reklamationen und um die Warenpräsentation. Wie die Arbeit in der Praxis genau aussieht, hängt vom Unternehmen und vom Schwerpunkt ab: Vom Fachverkäufer für Geschenkartikel über den Kunst- und Antiquitätenhandel oder KFZ-Zubehör bis hin zum Verkäufer für Medizintechnik gibt es jede Menge Spezialisierungsmöglichkeiten. Die Verdienstmöglichkeiten, Weiterbildungschancen und Aufstiegsperspektiven sind in großen Unternehmen oft am besten. 

6. Fachinformatiker/-in 

Firmen ohne Computertechnik – das kann sich heute (fast) niemand mehr vorstellen. Fachinformatiker/-innen sorgen dafür, dass mit der IT alles rund läuft: Je nach Schwerpunkt – Systemintegration oder Anwendungsentwicklung – kümmern sie sich um Hard- und Software und beraten zum Beispiel auch die Anwender. Wer sich immer weiterbildet und Zertifikate macht, hat sehr gute Einkommenschancen und kann in nahezu allen Wirtschaftsunternehmen oder der öffentlichen Verwaltung einen Job finden.  

7. Bürokauffrau/-kaufmann 

Kaufleute für Büromanagement tun genau das: Sie managen das Büro. Sie organisieren und verwalten und kümmern sich beispielsweise um die Bearbeitung von Aufträgen, die Beschaffung, das Rechnungswesen oder auch die Personalverwaltung. Die genauen Tätigkeiten variieren natürlich. Allgemein finden Bürokaufleute aber fast überall dort Arbeit, wo es ein Büro gibt – also in Wirtschaftsbetrieben, der Verwaltung oder bei Verbänden. 

8. Maler/-in und Lackierer/-in 

Die Ausbildung zum Maler und Lackierer bzw. zur Malerin und Lackiererin gibt es wiederum mit mehreren Schwerpunkten: Bauten- und Korrosionsschutz, Kirchenmalerei und Denkmalpflege, Restaurierungsarbeiten oder – und das ist die beliebteste Wahl – Gestaltung und Instandhaltung. Wenn du dich für letzteres entscheidest, kümmerst du dich um Wände, Decken, Böden oder auch um Hausfassaden. Du streichst, lackierst oder beschichtest. Maler- und Lackierer/-innen arbeiten körperlich hart, verdienen aber auch tatsächlich anständig. Und: Sie können eine Meisterweiterbildung absolvieren und einen eigenen Betrieb eröffnen. 

9. Tourismuskauffrau/-kaufmann 

Als Tourismuskauffrau bzw. -kaufmann planst, organisierst und verkaufst du Reisen. Du übernimmst die Kundenberatung, die Preiskalkulation und ggf. auch Marketingmaßnahmen. Angestellt bist du klassischerweise in Reisebüros, aber auch bei Reiseveranstaltern, Tourismusverbänden oder in größeren Hotels. 

10. Arzthelfer/-in  

Diese Ausbildung ist vor allem bei Frauen nach wie vor beliebt. Medizinische Fachangestellte sind sozusagen die "rechte Hand" der Ärzte und assistieren ihnen bei der Untersuchung bzw. Behandlung. Neben der Patientenbetreuung gehört auch die Praxisorganisation mit der entsprechenden Verwaltungsarbeit dazu, von der Dokumentenpflege bis zur Terminverwaltung. Anstellung finden medizinische Fachangestellte natürlich in Arztpraxen, aber auch in Krankenhäusern, Laboren oder beim Gesundheitsamt. 


Fünf Argumente, die für eine Berufsausbildung sprechen, haben wir übrigens im dritten Teil unserer Miniserie "Studium vs. Ausbildung" aufgeschrieben. Und falls du als Kontrastprogramm auch noch einen Blick auf zehn exotische Berufe werfen möchtest, schau doch mal hier.

 

Quellen: 

Alle Berufsbeschreibungen sind dem Berufenet der Bundesagentur für Arbeit entnommen, https://berufenet.arbeitsagentur.de/

Darüber hinaus:
"Klassische Ausbildungsberufe bei Schulabgängern weiter beliebt", WAZ Bochum, http://www.derwesten.de/staedte/bochum/klassische-ausbildungsberufe-bei-schulabgaengern-weiter-beliebt-id4930953.html
"Beliebte Ausbildungsberufe: Always the same" von Johanna Pieniazek, Mittelstand – Die Macher von der Telekom Deutschland GmbH, http://www.mittelstand-die-macher.de/management/personal/beliebte-ausbildungsberufe-always-the-same-11114
"Klassische Ausbildungsberufe bleiben begehrt", Bewerbung.com (Xing), https://bewerbung.com/ausbildungsberufe-auswahl/
 



  • eingestellt am 27.10.2016
Autor

scook