Bewerbungstraining & Bewerbungstipps

Die 10 größten Fehler beim Lebenslauf – Teil 1

Schulbildung, Computerskills, Praktika und Hobbies – fertig ist der Lebenslauf. So macht man das eben. Oder? – Wir verraten dir heute die 10 größten und häufigsten Fehler, die du unbedingt vermeiden solltest. Und natürlich erklären wir dir auch direkt, wie du stattdessen richtig glänzen kannst.
 Ein angefangener Lebenslauf, der neben einem Becher Kaffee und auf einem Laptop liegt.
Die besten Tipps, damit der Lebenslauf zum Highlight wird.

Der Lebenslauf: Der einfachste Teil der Bewerbung – oder?

Bewerbung und Lebenslauf, das gehört zusammen wie Netflix und Chillen. Ziemlich gechillt gehen die meisten auch ans Schreiben ihres Lebenslaufs heran: Die bisherigen Schulstationen und Praktika auflisten, Computerkenntnisse dazu und dann noch die Hobbies drunter schreiben – zack, fertig. Oder?

Die schlechte Nachricht lautet: Ganz so einfach ist es nicht. Denn auch beim Lebenslauf gibt es mehr Stolpersteine als auf einer Großbaustelle in Berlin Stadtmitte. Die gute Nachricht lautet aber: Mit den folgenden Tipps kannst du typische Fehler ganz einfach vermeiden – und mit deiner Bewerbung richtig glänzen. 

Fehler Nummer 1: Den Lebenslauf nicht verstehen.

Der Lebenslauf heißt zwar Lebenslauf, ist aber kein minutiöser Zeitstrahl aller Stationen deines Lebens. Hier ist eher eine Art "Best of" gefragt – eine stichpunktartige Liste der wichtigsten Stationen, Kracher und Knüller, die du vorzuweisen hast. Beschränke dich also auf die wirklich relevanten Highlights und konzentriere dich auf überzeugende und aktuelle (!) Infos, Skills und Qualifikationen. Achte außerdem auch darauf, dass Lebenslauf und Anschreiben sich nicht zu sehr doppeln oder gar 1:1 den gleichen Inhalt haben. Sonst ist deine "Highlightliste Lebenslauf" am Ende nur eine Stichpunkt-Wiederholung deines Anschreibens.

Fehler Nummer 2: Einen Universallenbenslauf für alle(s) schreiben.

Eine Universalfernbedienung, mit der du von Fernsehen über Netflix bis zum Licht im Wohnzimmer alles steuern kannst, ist wirklich cool. Eine Universalbewerbung, die du an alle Unternehmen schickst, ist dagegen alles andere als cool. Statt eine sehr allgemeine (und deshalb auch sehr nichtssagende) Bewerbung zu formulieren, bei der du nur noch die Firmenadresse und vielleicht noch die Berufsbezeichnung austauschst, investiere lieber ein bisschen mehr Zeit und Hirnschmalz. Statt einer Bewerbung für alle schreib lieber die jeweils beste Bewerbung – inklusive einem genau auf die jeweilige Ausschreibung und den jeweiligen Arbeitgeber zugeschnittenen Lebenslauf. 

Fehler Nummer 3: Arbeit sparen und ein Template nutzen.

(Design-)Vorlagen sind natürlich ganz schön praktisch. Leider sind sie sozusagen die Birkenstocks unter den Bewerbungslayouts: Extrem bequem, aber auch nicht wirklich elegant – und einfach überall. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine schöne Vorlage auch von anderen genutzt wird, ist logischerweise recht hoch. Und egal, wie schön sie sein mag: Hat der Personaler sie im gleichen Stapel schon x-mal gesehen, hinterlässt sie herzlich wenig Eindruck. Mach dir also die Mühe und gestalte dein eigenes Layout. Bonuspunkte gibt es übrigens, wenn du dich vom Firmen-Design inspirieren lässt und zum Beispiel die (Logo-)Farbe oder die Hausschrift aufgreifst.

Fehler Nummer 4: Zu verrückt werden – oder nicht verrückt genug. 

So richtig kreativ werden und ordentlich auffallen oder doch lieber dezent und ganz traditionell bleiben? – Das ist die ewige Gretchenfrage. Generell gilt die Faustformel: Je moderner und lockerer sich das Unternehmen selbst gibt (zum Beispiel auf der Webseite oder in Werbematerialien), und je kreativer der Job, auf den du dich bewirbst, desto verrückter darfst du werden. Bewirbst du dich als Grafiker in der angesagtesten Kreativagentur der Großstadt, darfst und musst du dich ruhig austoben. Bewirbst du dich als Notarfachangestellte(r) beim seriösesten und alteingesessensten Notar der Stadt, ist dagegen mehr Zurückhaltung gefragt. Natürlich sollte deine Bewerbung aber auch dann noch herausstechen und mit (regelkonformen!) kleinen Tricks und Extras überzeugen.

Fehler Nummer 5: Nur von sich ausgehen und von sich erzählen.

Herausstechen kannst du meist schon dadurch, dass du nicht den klassischen Fehler machst, den so viele machen: stur von deiner Warte aus zu denken und zu schreiben. Natürlich präsentierst du dich selbst mit deinem Wissen, deinen Qualifikationen und deinen Fähigkeiten und Fertigkeiten. In Wahrheit geht es bei Anschreiben, Lebenslauf und Co. aber weniger um dich, als vielmehr um deinen potenziellen Arbeitgeber.

Dass du mal im Sprachurlaub in England warst, ist für eine Bewerbung als (angehende/-r) Bürokauffrau/-mann erst mal nur ganz nett. Schreibst du aber stattdessen, dass du – u. a. durch einen Sprachurlaub – fließend Englisch sprichst, und so auch internationale Gäste und Geschäftspartner betreuen und empfangen kannst, werden Sinn und Nutzen dieser Info für den Arbeitgeber klar. Frag dich also nicht nur "Was kann ich einbringen?", sondern auch: "Was hat der Arbeitgeber ganz konkret davon?"

Weiter geht es in Teil 2 - mit den letzten fünf der 10 größten Fehler beim Lebenslauf-Schreiben.